Fliegenschnur richtig wählen? Die unterschiedlichen Bezeichnungen der Fliegenschnüre kann „Einsteiger“ schon verwirren.
Welche ist denn nun die Richtige.
Die nachfolgende Tabelle kann bei der Wahl eine Entscheidungshilfe sein. Taper und Schnurklasse hängen davon ab welche Fische man beangelt. Ein weiteres Kriterium ist die Beschaffenheit des zu beangelnden Gewässers. Wasserstand und Fließgeschwindigkeit entscheiden darüber ob sie Schwimm – Intermediate – Sinktip – oder Sink- Schnur mit unterschiedlicher Sinkrate oder Schussköpfe verwenden.
Schussköpfe werden in der Regel “ zwei Schnurklassen “ über der AFTMA – KLASSE der Rute gewählt. Dies resultiert zum Einen daraus, dass die Schussleine wesentlich leichter ist als eine reguläre Flugschnur, zum Andern, werden durch eine leichte Überladung der Rute größere Weiten erzielt. Einige im Handel erhältliche Schussköpfe muss man auf die Aftmaklasse der Rute zuschneiden, eine Tabelle liegt meist bei. Stellt man sich aus DT oder WF Schnüren die Schussköpfe selbst her, werden sie nacht der AFTMA – Tabelle zugeschnitten und man spleißt die Schlaufen nach der Anleitung:
“ Fliegengenschnüre spleißen “ an die Enden der Leine Siehe auch “ Streamerfischen am Gewässergrund “ ( im gleichen Blog.)
Die Sinkrate wird auf der Schnurpackung angegeben. Ebenso das Taper so wie
die AFTMA – Klasse. Diese wählt man je nach Strömung und Wassertiefe. Die AFTMA
– Klasse ist auch auf der Rute angegeben. Je schneller und tiefer ein Gewässer ist umso höher muss die Sinkrate der Schnur sein. Es versteht sich von selbst, dass die Schurklasse mit der Rutenklasse übereinstimmt. Das heißt, man benötigt für unterschiedliche Verhältnisse die entsprechende Rute.Bei hohem und schnellem Wasser, meist im Frühjahr, benutze ich ein schnell sinkendes Vorfach. Am besten hat sich Jenes mit der Umantelung, wie bei den Flugschnüren bewährt. Es ist ca. 150 cm lang und in den Ausführungen, Fast –
Medium – und Low – Sink, erhältlich. Ich benutze nur das Fast- Sink, also schnell sinkende, schließlich will ich schnell nach Unten. Auch hier ist es wichtig, dass das Vorfach zu Schnur und Rute passt. Glauben sie Keinem, der behauptet man könne ein 9er schnell sinkendes Vorfach mit einer 6er Rute und Leine werfen. Ein Ziegelstein wirft sich dagegen leichter.
Es gilt die Maxime: So leicht wie möglich, So schwer wie nötig. Eine Trockenfliege ist ein zartes Gebilde und soll leicht auf dem Wasser aufsetzen. Schweres Gerät wäre da wohl nicht die erste Wahl. Hierfür gilt die Klasse 6 gemeinhin als Obergrenze. Eine 7er ist dann noch akzeptabel wenn ich zwischendurch auf Nymphe umsteigen, oder größere Straemer fischen muss, oder mich nur mit einer Rute am fernen Gewässer befinde. Die Schnurklassen unter 6 tun sich dagegen schwer, voluminöse oder schwere Köder zu werfen.
Aftmaklassen: 0 bis15
Taper: WF = Keulenschnur
DT = doppelt verjüngt ( beidseitig verjüngt, drehbar wenn eine Seite
abgenutzt)
TT = Triangelschnur (dreieckförmig auslaufende lange Keule)
ST = Schußkopf meist 9m lang, dreieckförmig auslaufend
BBT = Barsch kurze dicke Keule für das Werfen von Poppern
SWT = Salzwassertaper für die Meeresangelei, Lange Keule
DTS = Salmon Taper, ist länger als eine normale DT, erlaubt weitere Leerwürfe
Bonefish = Transparente Schnur für scheue Fische in tropischen Gewässern
Die einzelnen Zuordnungen sind:
Niedrigwasser: WF/ 0 – 3; TT 3 – 4
Weissfische: TT/WF 2 – 5
Äsche/Bachsaibling: DT/WF/TT 3 – 6
Forelle im Bach: DT/WF/TT 3 – 6
Forelle im Fluss: DT-Steelhead 4 – 7
Forelle im See: WF – Steelhead ST/TT 5 – 8
Forelle im Meer: SWT/BBT/ST 6 – 10
Döbel/Barbe: WF/TT 5 – 7
Karpfen: WF/TT 5 – 7
Rapfen: WF/TT 6 – 8
Hecht/Zander: BBT/SWT/ST 8 – 11
Steelhaed: WF/TT/ST 9 – 10
Lachs Irland: DT/WF/TT/ST 6 – 10
Lachs Skandinavien: ST/ DT-Salmon Taper 9 – 12
Lachs Kanada/USA: WF/TT/ST 8 – 10
Bonefish/Permit: Bonefish 7 – 10
Baracuda Bonefish: Tarpon 8 -10
Tarpon: Tarpon 8 – 13
Sailfish: Billfish 13 – 15