Nymphen
und Nassfischen !
Beim
Nymphenfischen habe ich sehr oft festgestellt, dass viele Fische beim
Aufsteigen zur Nymphe, ebenso wie zu Naßfliege und Streamer, immer dann
abdrehten, wenn sich zwischen Fliege und Wasseroberfläche weniger als 30 cm
Wasser befanden. Ein Freund von mir wollte dies nicht glauben und so schlug ich
ihm ein Experiment vor.
Wir
fischten, im zeitigen Frühjahr, an der Eder bei Berleburg. Wasserstand hoch und
schnell aber klar. Am ersten Tag fischte
er mit einem Trockenvorfach. Ich fischte mit einem langsam sinkenden Vorfach.
Als Fliege benutzten wir beiden einen Gray Gohst Größe 8, Widerhaken
angedrückt.
Er
fing nur eine kleine Bachforelle, ich hingegen konnte fünf Äschen von 43 bis 45
cm fangen. Wir fischten dicht beieinander, praktisch im gleichen Gumpen.
Am
nächsten Tag tauschten wir das Gerät, er fischte nun mit dem langsam sinkenden
Vorfach, ich mit dem Trockenvorfach. Mein Freund konnte vier Äschen in der
Größe von 43 und 44 cm fangen, ich blieb an diesem Tage Schneider.
Es
scheint daher angeraten, das Vorfach, je nach Strömung, so zu wählen, dass noch
mindesten 30 cm Wasser über der Fliege ist, besser mehr.
Seit
geraumer Zeit gibt es Fluorocarbonschnüre,
die eine langsame Sinkrate haben. Ich verwende sie wie folgt.
Vorfachtabelle Gohst-Polifil Fluorocarbon
(sinkendes
Vorfachmaterial)gibt es auch von anderen Herstellern
Ist
angeblich fast unsichtbar im Wasser, langsam sinkendes Material
!
in den kleinen Stärken nicht so hohe Tragkraft !
Aeschenvorfach:
0,45 = 85
cm
0,40 = 55
cm
0,35 = 35
cm
0,30 = 30cm
0,25 = 70cm
angeschlauft
Meerforellenvorfach
:
0,45 = 120cm oder 0,50 ( Damyl Spezi Line Wels )
0,40 = 80cm 0,45 Ghost
0,35 = 70cm 0,40 „
0,30 = 55cm 0,35 „
0,25 = 100cm
angeschlauft 0,30 „
Diese
Vorfächer werden zum Nassfischen verwendet.
Die Tragkraft der Schnur
unter 0,25 hat mich nicht befriedigt, weshalb ich bei den feinen Spitzen lieber
zu normalem Monofil, in der Ausführung Strong greife.
Fluorocarbon von anderen
Herstellern habe ich noch nicht probiert, die feinen Schnurstärken könnten
vielleicht eine höhere Tragkraft haben als die von Gohst. ( Platil ).
© by Noby