Watfischen


Das Waten im Gewässer kann sehr tückisch sein. Abhängig vom getragenen Schuhwerk ergeben sich unterschiedliche Gefahrenqeullen.Ob Stiefel oder Schuhe, mit und ohne Filzsohle, ergeben sich unterschiedliche Ausgangssituationen. Filzsohlen sind optimal wenn man auf festem Terrain watet, um ein Rutschen auf algenbewachsenen Steinen zu verhindern. Liegt allerdings eine Holz – oder Steinplatte schräg im Wasser gibt es auch mit Filzsohlen kein Halten mehr. Hier wären Schuhe mit Spikes unter Umständen besser. Auch beim Aussteigen aus dem Gewässer z.B. Über schlammige Böschungen ist man mit Spikes besser bedient. Ideal sind Watschuhe mit rutschfesten guten Profilsohlen.

Ich kaufe mir im Schuhhandel die passenden Schuhe aus Leder oder Leder – Stoff – Mix, wobei ich darauf achte, dass die Sohle entsprechend profiliert und rutschfest ist. Zusätzlich kaufe ich mir Überzieher mit Spikes, wie man sie im Winter für das laufen auf Glatteis benutz. Diese werden gelegentlich von einigen Discountern günstig angeboten, wo ich mich dann mit einigen Paaren eindecke. Diese kann man dann bei extrem rutschigem Untergrund benutzen. In der Regel reicht aber eine rutschfeste Profilsohle aus.

Eine besonders kritische Situation entsteht, wenn man, mit Filzsohlen, auf einem flachen Uferstein steht, der dünn mit getrocknetem Schlamm vom letzten Hochwasser überzogen ist. Durch das Wasser in den Filzsohlen wird der Schlamm angelöst und rutschig. Unversehens rutscht man, vom vorher sicheren Standplatz ab und kann sich leicht bei einem Sturz verletzen, da der Vorgang plötzlich und ohne Vorwarnung einsetzt. Auch muss man die Filzsohlen regelmäßig trocknen. Verstaut man sie nass im Fahrzeug haben sie den unangenehmen Geruch von Schlamm und Algen gespeichert und müffeln lange vor sich hin. Spikes haben den Nachteil, dass sie auf festen Steinen im Untergrund, erhebliche Geräusche verursachen können. Die beste Lösung ist, wie Eingangs erwähnt eine gut profilierte, rutschfeste Sohle. Die eigene Sicherheit sollte man beim Waten nicht außer Acht lassen. So ist es unerlässlich, sich mit einem Watstock aus zu rüsten. Hier gibt es im Flifi – Zubehörhandel, Watstöcke unterschiedlicher Hersteller, für entsprechend Bares, zu kaufen. Günstiger sind sogenannte Walkingstöcke, die für das weit verbreitete Nordic – Walking benutzt werden und die es in teleskopierbarer Ausführung gibt. Sie kosten weniger, als Jene aus dem Flifi –Zubehör und man bekommt zudem gleich zwei Stöcke. Eine besonders kritische Situation entsteht, wenn man ein Fließgewässer mit stärkerer Strömung durchqueren will. Je tiefer das Wasser ist, desto stärker wird der eigene Auftrieb, so dass man leicht den Halt verlieren kann. Eine gute Methode ist dann, zu zweit, die Überquerung in Angriff zu nehmen. Hierbei fasst Jeder den Gürtel des Anderen hinten am Rücken. So sind die Arme der beiden Partner hinter dem Rücken gekreuzt und es ergibt sich eine sehr stabile Formation. Auch waten und Fischen gleichzeitig birgt Gefahren, da man sich auf den Fisch und nicht auf den Untergrund konzentriert. Kommt man zu Fall, kann es sehr leicht passieren, dass Wasser in die Wathose läuft. Die noch in der Hose befindliche Luft wird zu den Füssen gepresst und sie bekommen zusätzlichen Auftrieb, der Einem endgültig den Halt verlieren lässt. Es ist daher empfehlenswert, immer einen Watgürtel zu tragen, besonders wenn man eine Gummiwathose trägt, da aus Dieser, die Luft nicht entweichen kann, wie bei einer atmungsaktiven Wathose. Selbst bei der atmungsaktiven Wathose dauert es einige Sekunden bis die Luft entwichen ist und Die können schon genügen um Einem in eine prekäre Situation zu bringen. Wenn man Alleine fischt und watet, empfiehlt es sich allemal, eine selbstaufblasende Schwimmweste zu tragen.

Hier gibt es einmal die Ausführung welche in die Watweste eingearbeitet ist, oder eine Schwimmweste aus dem Bootsportzubehör, mit Welcher man etwas flexibler ist, kann man sie doch zu jeder anderen Jacke tragen. Dass diese Rettungswesten regelmäßig gewartet werden sollten, ergibt sich schon aus dem Zulassungs – und Prüf – Stempel. Wenn man also die nötige Vorsicht walten lässt, steht einer entspannten Fischerei Nichts im Wege, außer vielleicht wir selbst.

Nachtrag: scheinbar gibt es Umhängeschwimmwesten, die sich über den Kopf abstreifen lassen. Wie man mir berichtete, ist ein “ Schrittgurt “ die sicherste Möglichkeit, das Wegrutschen der Weste zu verhindern.

Ich beobachte immer wieder dass einige Fischerkollegen, wenn sie am Gewässer ankommen, sofort ins Wasser steigen und weiter hinein waten. Es ist doch eine Binsenweisheit, dass die meisten Fische im Uferbereich stehen. Also ist es doch am sinnvollsten diesen ertragreichen Gewässerabschnitt erst einmal ab zu fischen, bevor man mitten in Ihn hineinsteigt. Auch ist zu bedenken, dass durch das Waten der Lebensraum der Fischnährtiere beeinträchtigt wird. In der Laichzeit der Salmoniden ist das Waten ab zu lehnen, ebenso wie das Waten um des Waten Willens. Es gilt wie bei Vielem im Leben, so wenig wie möglich und nur soviel als nötig.

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Rollwurf


Der Rollwurf ist einer der meist benötigten Trickwürfe. Überall wo der Raum für den Rückwurf fehlt ist der Rollwurf erste Wahl. Wichtig bei der Ausführung ist ein kontinuierlicher Ablauf. Das heißt. Er muss in einem Zug durchgeführt werden, ohne den Vorgang zu unterbrechen. Man senkt die Rutenspitze, beim einstrippen, bis fast aufs Wasser und bewegt die Rute langsam nach Oben, bis  sie senkrecht steht. In der Art, dass die Leine langsam auf einem zu gleitet und  führt die Rutenspitze weiter in die 14 Uhr  Position wo man ganz kurz verharrt, bis die Schnur, hinter dem Rücken des Werfers, den sogenannten D – Loop bildet. Dann wird   die Rutenspitze in einem Kreisbogen, nach Unten – Vorne, aufs Wasser bewegt und etwa in der 11 Uhr – Position  gestoppt. Dies Alles, vom Angleiten der Schnur über das Bilden des D loop, bis zur Vorwärts bewegung  auf das Wasser, erfolgt in einem Zug. Die aufgewande  Energie muss so bemessen werden, dass die Schnur auf der Wasseroberfläche abrollt. Ist der Krafteinsatz zu stark, wird die Leine aus dem Wasser gerissen und man kommt u.U. nicht auf die gewünschte Weite. Ist der Krafteinsatz zu gering oder wird die Rute zu weit nach unten geführt, kann der Wurf zusammenbrechen, siehe am Ende der Demosequenz, wo der Werfer durch Fragen abgelenkt, die Konzentration verliert, die Rutenspitze etwas zu weit nach Unten führt und nicht mehr genügend Druck auf die Rute gibt.

Demo:

http://www.youtube.com/user/TheFlyfisher1#p/a/u/1/HhAs-twxYMo

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Jahreszeiten Tabelle Eintagsfliegen


Die Haupt-Schwarmzeiten der Insekten

 Wie aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich, schlüpfen über die gesamte Angelsaison Insekten. Selbst in den Wintermonaten November bis März. Den Hauptanteil der Flugnahrung in dieser nahrungsarmen Zeit stellen die CHIRONAMIDAE, also die Mücken­arten, hauptsächlich die Kriebelmücken.

Das Schlupfverhalten der einzelnen Insektenarten ist regional unterschiedlich und hängt von Klima und Wasserqualität ab. Es muß daher an jedem Gewässer untersucht werden, welche Insekten vertreten sind um danach die entsprechende Imitation zu wählen.

In den ersten Monaten der Saison überwiegen die Nymphen aus der Familie der HEPTAGENIDAE. Wegen des hohen Wasserstandes und des geringen Insektenaufkommens in dieser Jahreszeit, versprechen Nymphen und Streamer die besten Aussichten auf Erfolg. Unsere Muster dieser relativ großen Insekten binden wir daher auch auf große Haken, etwa 6-10. Wenn wir in Betracht ziehen, daß die Fische sich zu ca. 90% von Unterwasser- und zu ca. 10% von Flug-Nahrung ernähren, leuchtet uns das auch ein.

Ab Mai bis August sind dann alle Gattungen vertreten, viele Gattungen auch noch bis Oktober. Mücken und kleine Landinsek­ten sind fast das ganze Jahr über am Wasser vertreten.

Wie wir wissen, bringt der erste Schlupf im Frühjahr die größten Fliegen und müssen dem Rechnung tragen. Gegen Ende des Jahres sind die Fliegen am kleinsten. So können wir im Frühjahr durch­aus mit Hakengrößen von 6-10, je nach Typ, beginnen und beenden die Saison mit Hakengrößen von 16-22.

Die Haupt-Schwarmzeiten sind:

 

Insektenschlupf im Wechsel der Jahreszeiten

 

Gattung                             Apr.  Mai  Juni  Juli  Aug.  Sept.  Okt.

BAETIS                                             X       X     X     X        X     X

CAENIS                                                      X     X     X       X      X

CENTROPTILUM                            X       X     X      X       X      X

CLOEON                                          X       X     X      X       X      X

ECDYONURUS                               X       X     X      X       X      X

EPEORUS                                       X       X     X      X

EPHEMERA                                               X       X     X      X

EPHEMERELLA                            X       X     X      X       X      X

HABROLEPTOIDES           X         X       X

HABROPHLEBIA                           X      X     X      X

HEPTAGENIA                      X          X      X     X      X      X      X

LEPTOPHLEBIA                            X      X     X      X      X      X

PARALEPTOPHLEBIA     X           X      X     X      X

RHITHROGENA               X           X      X     X      X      X

SIPHLONURUS                             X      X     X      X

 

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Fliegenhaken


Fliegenhaken                       *

Für die verschiedenen Anwendungsgebiete der Fliegenfischerei gibt es spezielle Haken. Bekannte Hersteller sind die Firmen MUSTAD, PARDRIDGE, VMC, KAMATSU, DAM und Cormoran. Einige die­ser Firmen liefern chemisch geschärfte Haken. Welches Fabrikat und welche Typen Sie bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Vor-und Nachteile finden Sie am Besten selbst heraus.

Unsere Trockenfliegen binden wir auf dünndrähtige Haken, die Naßfliegen und Streamer auf dickdrähtige. Fliegenhaken gibt es in den unterschiedlichsten Längen, von 3x kurz bis 6x lang, darüberhinaus gibt es noch Keelhaken für tief geführte Streamer, Buckelhaken für Flohkrebsimitationen, Draperhook für Nymphen, Fly Body Hook für Maifliegen, Swedish Dry Fly für Upside down Bindeweise.

Lachshaken gibt es alst Einzel -, Doppel – und Drillingshaken, je­weils in den unterschiedlichsten Längen.

Einige Hersteller bieten auch Schonhaken an. Diese Haken haben keinen Widerhaken und sind an der Hakenspitze nur schräg abge­schnitten. Sie halten sehr schlecht im Fischmaul, wenn der Fisch sich im Drill dreht. Besser ist da schon der Spear-Point von Pardridge, der für einige Händler hergestellt wird und der eine speerförmige Hakenspitze hat.

Wir verwenden Normalhaken und drücken mit einer Zange den Wi­derhaken an. Die so präparierten Haken haben sich in jahre­langer Praxis bestens bewährt.

Nachstehend finden Sie eine Tabelle über die gängigsten Haken-Größen, damit Sie für den Anfang einen besseren Überblick be­kommen. Die Haken-Größen der verschiedenen  Hersteller sind nicht unbedingt gleich groß und von Modell zu Modell verschieden.

Größen-Tabelle von Standard Fliegenhaken

 

Um Eure Haken zu überprüfen müsst ihr die Grafik ausdrucken.

Dazu geht Ihr wie folgt vor:

Grafik anklicken und kopieren. Die Kopie dann mit der Windows – Bild und Faxanzeige im Format 9X13 ausdrucken. Wenn Ihr das Lineal auf dem Ausdruck mit einem Messband vergleicht, sollte es übereinstimmen. Sonst die Scalierung so lange verändern  bis sie übereinstimmt. Dann könnt Ihr eure Haken direkt auf den Ausdruck legen und so die Hakengröße ablesen.

 

 

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Landinsekten / Käfer / Hopper


Der Sommer mit seinen hohen Temperaturen, niedrigem Wasserstand und trägen Fischen ist die hohe Zeit der Landinsekten. Stehen die Fische doch oft im Schatten von Büschen und Bäumen. Hier haben Sie, neben Schatten und Deckung,  zudem noch eine zusätzliche Futterquelle. Leicht werden Käfer, Raupen, Ameisen und Grashüpfer vom Wind ins Wasser geweht oder fallen aus Unachtsamkeit hinein. Es gibt Zeiten wo einige Käferarten massenhaft auftreten. Im Juni ist es der Junikäfer, ein braunes Käferchen, ähnlich dem Marienkäfer, nur etwas länglicher in der Form. Dann der Weidenblattkäfer aus Osteuropa, dem Marienkäfer sehr ähnlich, eigentlich unterscheidet er sich nur in der Färbung. Anstatt roter Flügeldecken sind Seine, weislich-grau und er hat mehrere kleine schwarze Punkte oder Maserungen. Er tritt häufiger auf als der Marienkäfer. Grashüpfer sind überall zu erwarten wo Wiesen und Gräser bis zum Ufer reichen. Die Käferimmitationen werden ähnlich angeboten wie eine Trockenfliege.  Mit dem Unterschied dass sie bei der Präsentation nicht so zart aufgesetzt werden. Im Gegenteil, es hat sich bewährt die Käfermuster dem Fisch dicht vor das Maul zu knallen, beim Döbel auch auf den Schwanz. Selbst heikle, alte Döbel drehen oft  sofort um und greifen den Köder. Da Käfer sehr schlecht schwimmen sollte man bei der Herstellung der Muster darauf achten dass sie im Oberflächenfilm schwimmen. Oft hilft es auch das Muster unter Wasser zu ziehen und        “ Nass “ zu fischen. Eine weitere Anbietetechnik ist das “ Furchen “ . Man versetzt  das Käfermuster durch Bewegung der Rutenspitze oder Leinenzug, in Bewegung und lässt es auf der Wasseroberfläche Furchen. Um eine gute Schwimmlage der Muster zu erreichen bietet sich als Körpermaterial Schaumstoff ( Dexion ) oder ähnliches an. Rehhaar ist auch eine Option, wobei sich  Dieses nach einiger Zeit mit Wasser voll saugt und dann gut für das “ Nassfischen “ der Muster eignet. Wechselwarme Tiere und Insekten, entwickeln ihre Aktivität erst wenn die Sonne eine gewisse Kraft hat, also ab den Vormittagsstunden. Grashüpfer sind in dieser Zeit und in den frühen Abendstunden am aktivsten. Käfer über den ganzen Tag. Es lohnt sich also im Sommer mit Landinsekten zu fischen, oft mehr als mit Nymphe oder Trockenfliege. Bei sehr niedrigem Wasserstand  muss man auf seine Deckung achten und es empfiehlt sich auch am Bach ein sehr langes Vorfach zu benutzen. Je länger desto besser.

Bindeanleitung Weidenblattkäfer

Eine Käferimitation aus Rehaar gebunden kommt dem Original ziemlich nahe.
Binderezept:
Haken: Trockenhaken 12 – 14
Körper: Rehaar ( verarbeitet wie beim Muddlerkopf )
Beine: ( Hechel ) von Grizly -Microbarb- Sattelhechel
Die Sattelhechel am Hakenbogen einbinden. Den Körper aus einzelnen Rehaarbündeln binden und anschließend in die Körperform des Käfers trimmen und mit der Sattelhechel großspiralig palmern.
Gut Zwirn und Petri Heil

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Emerger


Baetis          Large Olive

Die Eintagsfliegen der Baetis Familie kann man mit Fug und Recht als eine der wichtigsten Fliegen für den Flugangler bezeichnen. Schwärmt sie doch das ganze Jahr über. Im März sind bereits die ersten Individuen am Wasser . Es beginnt ein zaghafter Schlupf, da das Wetter meist noch kühl und feucht ist. Dieser Umstand, lässt viele Fliegen beim Schlupf im Oberflächenfilm hängenbleiben, oder die Flügel werden vom Wind auf die Wasseroberfläche gedrückt, wo sie kleben bleiben. Hier werden sie von den hungrigen Fischen mit Vorliebe und Leichtigkeit aus dem Oberflächenfilm gesaugt.

Für die Imitation dieser verunglückten Fliegen, binde ich ein Aufsteiger – Spent – Muster.

Large Olive Spentwing – Emerger

Die männliche Dun hat ganz charakteristische Turbanaugen, wie man auf dem Foto:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Callibaetis_pictus_male_imago_side.jpg

unschwer erkennen kann.

Die Fische reagieren auf ganz bestimmt Schlüsselreitze, wenn sie nach einer Flige steigen. Aus diesem Grund entwickelte ich ein Muster, welches diesem Umstand Rechnung trägt.

Bindematerial

Haken: Trocken Gr. 12

Bindegarn: olive

Schwänzchen: Hechelfiebern schwarz

Rippung: Golddraht fein

Abdomen: SLF – Dupping Nr. 1 brownolive

Thorax: SLF – Dupping Nr. 2 greenolive

Spentflügel: Hechelfiebersegment blue Dun

Hechel: Hahnenhechel Badger

Flügelscheide: 2 Stränge Floss schwarz

Augen: Kugelkettchen aus Plastic

Bindeweise

Rippungsdraht und Schwänzchen einbinden, Dupping 1,  anspinnen und Abdomen formen (     ( 2/3 Schenkellänge ) und mit Golddraht rippen. Von einer weichen Hechel den Flaum entfernen und
so einbinden, dass die Feder flach aufliegt    
und 2/3 der Feder mit dem Stamm zum
Öhr liegt. Mit 2 Windungen sichern, die
Feder nach Hinten ziehen, so dass die
Fiebern nach Vorne zeigen. Diese nun
nach oben halten und davor  einige
Windungen legen. Den Faden zur Basis
des Abdomen zurückführen.

Überstand der Hechel abschneiden und               
hier die beiden Flosstränge  und die
Badger – Hechel einbinden. Eine kleine Menge greenolives Dupping anspinnen
und damit den Thorax formen Die Badger
Hechel 2 – 3 mal hinter dem Flügel
und 2 mal davor wickeln und festlegen.
Hechel und Flügel mittig teilen, die Floss-
Stränge nach vorne ziehen, so dass mit ihnen die Flügel seitlich gespreizt werden und die
typische Spentformation der Fliege zu-
stande kommt. Von dem Kugelkettchen ein
Paar abschneiden und mit Kreutzwicklungen
als Augen einbinden. Mit dem Kopfknoten die Fliege abschließen.

Die Abb. zeigt die Silhouette des Spentwingemergers von unten.

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Winterfliege


Winterfliege!

Die meisten Fliegenfischer, die nicht die Möglichkeit der Äschenfischerei haben und in Deren Gewässern auch keine Hechte vorkommen, stellen Ende Oktober ihre Fliegenrute in die Ecke.  Abgesehen davon dass die Kormorane dann ungestört den Fischbestand dezimieren können, weil sich keine Angler mehr am Gewässer befinden, entgeht Ihen die äußerst interessante Fischerei auf Döbel. Diese, ist gerade im Winter besonders ergiebig, sind doch die großen Exemplare im Sommer bei Niedrig –  Wasser besonders vorsichtig und heikel. Im Winter wenn das Futterangebot nicht so üppig ist, neigen auch diese großen und vorsichtigen Döbel öfter dazu einen defigen Happen bedenkenlos zu nehmen. Im Winter stehen allerdings die Weisfische meist in den tiefen Gumpen des Gewässers. Hierbei kommt uns allerdings entgegen, dass in unseren Urgesteinsgewässern, die Hauptnahrung der besseren Fische aus Elritzen, Mühlkoppen und Schmerlen besteht. Um Diese zu imitieren ist der Mudler Minnow die erste Wahl. Um die Fliege mit dem Rehhaar Kopf allerdings auf Tiefe zu bekommen müssen wir sie beschweren. D.h. Wir müssen den Streamer, denn um einen solchen handelt es sich, durch die Beschwerung zum Abtauchen bringen. Der Handel bietet hierzu ein hervorragendes Hilfsmittel, den sogenannten Konehaed, eine spezielle Messingperle in Form einer Geschoßkugel, die hinter dem Öhr und vor dem Rehhaarkragen, platziert wird. Das Gewicht des Messingkopfes und der Rehhaare kompensiert sich gegenseitig etwas, so dass der Streamer schön schwebt und trotzdem auf Tiefe kommen kann. Dadurch spielt der Streamer besonders verführerisch im Wasser und ist gegenüber dem einfachen Muddler Minnow noch um Einiges fängiger.

Bindeanleitung: Konehaed – Muddler Minnow

Haken: Streamerhaken Gr. 8 – 10

Schwanz: einige Fibern der Truthanfeder, gesprenkelt

Körper: Goldtinsel, gerippt mit Draht

Schwinge: Unterschwinge,  aus beliebigem Steifhaar, Eichhörnchen, Kalb, Bucktail ect.                             Oberschwinge, Truthanfedersegmente gesprenkelt

Kopf: Vorderteil, Konehaed.                                                                                                                          Hinterteil, Bucktail & Rehhaar,  gestutz zu einem Kragen

Bindevorgang!

Den Konehaed auf einen passenden Haken schieben > Schwänzchen aus Federsegmenten einbinden > Rippunsdraht festlegen > 1/3 Schenkellänge vom Öhr Flachtinsel einbinden, zum Schwänzchen und zurück winden ( Halsbindeweise ) und mit dem Draht rippen, beim Beginn des Tinsels abbinden. Unterschwinge aus Steifhaar einbinden. Darüber die Schwinge aus Truthanflügelsegmenten einbinden.  Ein Bündel Reh– Haare egalisieren          ( Haaraufstoßer ) und so einbinden, dass sich das Bündel um den Hakenschenkel dreht und so einen Kranz bildet. Den Vorgang solange wiederholen bis der Konehead, der fest am Öhr anliegen soll, ereicht ist. Nach jedem Bündel, die Haare mit der Konehaedperle, stauchen, so dass sie fest aneinander sitzen. Mit Bindegarn sichern und Kopfknoten binden. Nun den „ Kopf „ am besten mit einer gebogenen Nagelschere, aus dem Haarwust herausarbeiten.

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Hechtstreamer


Herbst und Winter sind die hohe Zeit der Raubfische. Das Wasser kühlt ab, der Unterwasserbewuchs geht zurück, die Brutfische sind dezimiert und der Wasserstand in unseren Flüssen ist oft sehr niedrig. Im Herbst fressen sich Hecht Zander,  und Barsch nochmal so richtig voll. Das ist eine sehr gute Zeit um mit Streamern diesen Räubern nach zu stellen. Hechtstreamer gibt es in unzähligen Variationen. Bunnys, also Streamer, die aus Kaninchenfell gebunden sind, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie mit der Haut des Felles eingebunden werden, und dadurch sehr viel Wasser aufnehmen, was sie recht schwer macht und Dies die Wurfeigenschaften verschlechtert. Aber wir leben ja nicht umsonst im “ Plastikzeitalter “ wo es genügend Ersatzmaterial gibt. Sehr schöne Streamer lassen sich aus Langhaarplüsch herstellen, den es im Bastelgeschäft in unterschiedlichen Farben zu kaufen gibt. Auch hierfür gibt es unterschiedliche Bindeweisen. Da ich lieber am Wasser als am Bindetisch bin, habe ich für mich eine einfache und rationelle Bindeweise entwickelt.

Bindeweise:

Als Erstes bereite ich das “ Fellstück “ vor. Langhaarplüsch ist auf eine Textile Untermatte gewebt, die sich in eine Richtung strecken lässt, wodurch ein Strang entsteht. Ich stelle also fest wie die Verlaufrichtung der Untermatte ist und kämme danach die Kunststoffhaare der Fells, am äußeren Rand, in eine Richtung, so dass ein schmaler Streifen entsteht.

LH-Plüsch verarbeiten Abgetrennter Gewebestreifen.PDR_0102 [800x600]

Plüsch mit Zonkerstripe, Plüsch mit Flitter, Plüsch mehrfarbig, kombiniert.

Diesen trenne ich nun mit dem Rollenschneider ( scharfe Schere geht auch ) ab. Dieser Streifen, also die Haare mit dem Untergewebe lässt sich so verstrecken, dass eine schöne Duppingbürste entsteht, welche sich hervorragend um den Hakenschenkel wickeln lässt.

Man legt die Grundwicklung auf Haken und bindet den Strang am Ende des Hakenbogens ein. Nun wird er in engen Windungen Richtung Öhr geführt und bei jeder Windung die Haare nach hinten gestreift, damit sie nicht überwickelt werden. Verwendet man mehrere Stränge unterschiedlicher Farben, lassen sich unterschiedlich gemusterte Streamer herstellen.  Der Strang wird am Öhr abgefangen und mit dem Kopfknoten der Bindevorgang abgeschlossen. Nun muss der Körper nur noch mit einer entsprechenden Bürste “ frisiert “ werden. Hierzu eignet sich sehr gut ein Stück Klettband, von dem man die Seite mit den Zähnchen, auf einen Holzspatel klebt.

Bei kleineren Haken wird der Körper durch die Gewebematte allerdings ziemlich dick, so dass es sich hier empfiehlt die Plüschhaare von der Gewebematte zu schneiden und in der Duppingschlaufe oder in eine Drahtschlinge zu verarbeiten. In Kombination mit Flittermaterial und oder Zonkerstripes lassen sich sehr lebendig spielende Streamer erzeugen. Mit Wasserfestem Filzstift lassen sich Effekte aufmalen. Wenn man dann noch ein paar Plastik – Kulleraugen aufklebt ist die Imitation perfekt.

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Sommerfliege


Die ultimative Sommerfliege

Die Sonne brennt schon seit Tagen vom Himmel. Der Wasserstand ist beängstigend zurückgegangen. Die Forellen dümpeln apathisch in den verbliebenen Kolken.Einzig die Döbel patrouillieren emsig in den Kolken auf und ab. Sie schnappen nach jedem Käfer und Insekt, das ins Wasser gefallen ist und im Oberflächenfilm zappelt. Auf jenes Verhalten gilt es sich in diesen “ Hundstagen “ einzustellen, will man überhaupt einen Fisch fangen. Dies bedarf einer Fliege, die solche Krabbler, auch als Terrestriales bezeichnet, imitiert. Sie muss im Oberflächenfilm schwimmen und auch noch eine ordentliche Bugwelle erzeugen können. Die Buckcaddis orange Spezial ist genau so eine Fliege.

Dieser, richtig angeboten, können die Döbel selten widerstehen. Döbel, gerade die großen Exemplare, die wir ja fangen wollen, sind besonders misstrauisch.             In meiner langen Fliegenfischerlaufbahn gab es beim Döbelfischen viele Rückschläge, bevor ich die ultimative Anbietetechnik gefunden hatte.

Überwerfen, Vorlegen, auf den Schwanz werfen, bringen nicht den dauerhaften Erfolg.

Die beste Methode ist der Rollwurf stromauf, mitten in einen Döbelschwarm, so platziert,dass die Vorfachspitze im Schwarm zu liegen kommt. Schon das dicke Ende des Vorfaches, lässt die Döbel auseinander stieben. Wenn die Fliege gelandet ist muss man sie durch zupfen ( einstrippen ) zum furchen bringen, so stark dass sie eine kleine Bugwelle vor sich her schiebt. Die Bisse sind oft spektakulär, weil jeder der Fische im Schwarm den vermeintlich leckeren Happen ergattern will. So ist es oft möglich mehrere gute Döbel aus einem Schwarm heraus zu pflücken. Man muss sich den Döbeln unbedingt von hinten nähern, damit sie einem nicht sehen. Ist man erst mal von den scheuen Gesellen erspäht worden, kann man getrost den Platz wechsel, denn hier geht lange Zeit nichts mehr.

Hat es flutenden Hahnenfuß oder ähnliche Wasserpflanzen im Gewässer, stehen die Forellen und Äschen darunter.Die Lücken dazwischen sind oft nicht groß genug um eine normale Trockenfliege effektiv an zu bieten. Zudem werden Vorfach oder Leine von den hochschwingenden Pflanzenfahnen gestoppt, was die Trockenfliege zu unerwünschtem Furchen bringt. Auch hier hat sich die BCO – Spezial bestens bewährt. Die Fliege lässt sich leicht über die Wasserpflanzen ziehen. Während sie über die Pflanzenlücken furcht, schießen die Salmoniden unter den Pflanzenfahnen hervor in die Lücke und packen die Fliege vehement.

Bindematerial der BCO – Spezial.

Haken: Trockenhaken Gr. 10

Schwänzchen: Wolle oder Synthetik Garn orange

Körper: Pfauengras

Hechel: Hahn braun

Flügel: Rehhaar

Die Bindeweise :

Grundwicklung auflegen und ein ca. 4-5mm langes Schwänzchen einbinden. 5-6 Pfauengrasfiebern mit der Spitze an der Basis des Schwänzchens einbinden, und mit dem Bindegarn verzwirnen. ( Die Pfauengrasfiebern haben haarähnliche kleine Fieberchen, die man gegen die Wuchsrichtung streicht, wodurch eine bessere Fülle des Körpers erreicht wird ). Mit diesem Strang den Körper wickeln bis 2/3 Hakenlänge vor das Öhr. In Thoraxmitte ein Bündel Rehhaar so einbinden dass die Spitzen weit über das Öhr hinaus stehen. (Ästheten benutzen einen Haaraufstoßer, in dem man die Rehhaare egalisiert, was aber nicht unbedingt erforderlich ist, wenn man die Haare exakt vom Fell schneidet.

Hier nun die Hahnenhechel ebenfalls einbinden und sichern. Die Rehhaare so zurück klappen dass hinter dem Öhr ein Wulst ( Bulk ) entsteht. Die Rehhaare werden nun niedergebunden, so dass ein Sedgeflügel entsteht. Ein Hechelkranz wird an der Flügelbasis, also zwischen Bulk und Flügel gewickelt und die Fliege mit dem verdeckten Knoten abgeschlossen.

Pfauengrasstrang Rehhaar nach vorne

Schwänzchen und Hechelfieberstrang. Rehhaar nach Vorne eingebunden.

BCO-Spezial

BCO – Spezial.

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Fliegenrutentest


Fliegenruten Test

Kogha Titanfly 2,55m # 2-3 Askari ( 37,95 € Aktionspreis )

Bestell.Nr.117100.85.585 3 260 99.00 AFTMA 2 – 3 90 EUR 44,95

Test Stillwasser: Windstärke 2-3; Schnur DT 3 ; Vorfach geknotet, 2,40 Meter;  Nymphe Beschwert 1,8 Gramm

Wurfweite: Rollwurf 18 Meter; Normalwurf 20 Meter mit Nymphe 1,8 Gramm

Wurfweite: Rollwurf 20 Meter;                                                                                                                             Normalwurf 25 Meter,  Nymphe unbeschwert & Trockenfliege

Die Rute ist superleicht und sehr sensibel, trotzdem bringt sie selbst bei Wind eine ganz passable Leistung. Sie ist dreigeteilt und hat einen Rollenhalter in Woven – Graphit – Optik, der nach oben abschließt. Die 7 Ringe sind einschließlich des Leitringes, der eine Hardloyeinlage hat, sauber verarbeitet und sitzen exakt auf dem Overlap. Die Aktion der Rute ist semiparabolisch und kann als mittelschnell bezeichnet werden. Die Verarbeitung ist professionell verarbeitet. Die Handhabung ist unproblematisch und kann auch von einem Anfänger, nach etwas Eingewöhnung, bewältigt werden. Das angegebene Wurfgewicht ist ok. ( schwache 4 er). Wie eine Überprüfung, durch Nachmessen ergab, wäre eine 3 er  DT – Leine besser geeignet.. Sie ist wohl für die leichte Trocken – und Nymphen – Fischerei ausgelegt. Durch ihre Leichtigkeit ist sie ideal für das Czech Nymphing ausgelegt:

http://www.fliegenfischer-forum.de/czechnym.html

Die gleiche Rute in 260cm Länge und Schnurklasse 4 – 5, wäre die ideale Einsteigerrute.

Bestll.Nr. 117101.85.585 3 260 99.00 AFTMA 4 – 5 90 EUR 54,95

Handteil und Ringbindungen

Markierung für die Steckverbindung

Leitring

Spitzenring

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