Das Anbieten der Jignymphe !


Nymphen bilden die Hauptnahrung unserer Fische. Somit ist die Nymphe meist der erfolgreichste Köder. Je tiefer die Nymphe geführt werden kann, desto fängiger ist sie. Von Fall zu Fall muss die Nymphe Allerdings in verschiedenen Tiefen angeboten werden. Wenn man sich die Vorgänge unter Wasser vor Augen führt, ist das ja auch logisch. Die meisten Nymphen werden von den Fischen dicht am Grund, oder aber beim Aufsteigen erbeutet. Als Nächstes, die Emerger, also Nyphen, welche den Oberflächenfilm des Wassers, der ein gewisses Hindernis darstellt, durchbrechen. Die Jignymphe imitiert eine spezielle Kategorie, nämlich die Köcherfliegenlarven, wovon in den meisten Urgesteinsgewässern, die Hydropsyche und die Rhyacophila, neben den Köcherbauenden Sedges, den Haupanteil bilden. Schaut man sich deren Verhalten an, ist schnell klar warum die Jignymphe so gut fängt. Die Hydropsyche hält sich mittels Fäden an Steinen und Geschemmsel fest. Geht sie auf Nahrungsuche, seilt sie sich wie ein Bergsteiger ab. Die Rhyacophila lebt hingegen, räuberisch und bewegt sich,genau wie die       “ Köcherbildenden “  frei, krabbelnd am Grund. Zum Schlupf steigen die meisten Köcherfliegen an “ Gegenständen “ aus dem Wasser, schlüpfen also, bis auf einige Außnahmen, nicht wie Eintagsfliegen. Durch das, stromauf, Einwerfen der Jignyphe erreicht Diese erst einmal den Grund. Die im Bogen in Fließrichtung gelegte Leine, beginnt nun die Nymphe über den Grund zu ziehen. Durch nachfüttern der Leine wird der Schnurbogen immer weiter vergrößert, wodurch die Fahrt der Nymphe in vernünftigem Mass gehalten wird und eine mehr oder weniger langsame Drift über den Grund erfolgt. So lässt man die Nymphe durch die gesamte Länge eines Gumpens oder einen Abschnitt, wenn der Gumpen zu lang ist, am Grund entlang      ( kratzen ) treiben. Am Ende der Drift, schwingt die Vorfachspitze herum und wird dadurch beschleunigt. Hier erfolgen die meisten und heftigsten Bisse, die man als Ruck in der Rute spürt. Beißt ein Fisch während der eigentlichen Abdriftphase, verzögert die Schnur etwas oder bleibt meist ganz stehen. Jedes Stoppen wird durch anheben der Rute, wodurch die Schnur beschleunigt wird, quittiert. Dies genügt meist um den Fisch zu haken. Ein Heftiger Anschlag ist also nicht von Nöten, da es sich bei den meisten Verzögerungen um Hindernisse am Gewässergrund handelt, die durch das Anheben “ übersprungen “ werden. Ist es ein Fisch hängte er durch das Anheben am Haken. Wohlgemerkt, unter Jignymphen sind jene der Hakengröße 10, maximal 8, wenn der Haken klein ausfällt, zu verstehen. Größere sollten der Gummifischangelei, die in eine andere Kategorie gehört, vorbehalten bleiben. Ein Jighaken, der Größer ist tritt sonst, bei kleinen Fischen, am Auge des Fisches aus. Selbst kleine Jighaken werden von vielen Fliegenfischern abgelehnt, aber das mag Jeder für sich entscheiden.

Größenvergleich von Jighaken:

Jighaken

Von links nach rechts: mit roten Bleikopf, für die Twisterfischerei mit Gummifisch auf Barsch und Zander.

Daneben dann drei Haken für Jignymphen zum Fliegenfischen Gr. 10; auf dem gleichen Haken die Imitation einer Köcherfliegenlarve; ebenfalls auf dem gleichen Haken die Imitation einer Köcherfliegenpuppe kurz vor dem Schlupf.

Speziell für den Fang am Grund lebender Fische wie Barbe ect. , sind Jignymphen die allererste Wahl, wie das Bild unten belegt.

Kopie vonDillbarbe auf Jignymphe

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Fliegenschnur spleißen – Fliegenschnur verbinden !



Abb.1Spleißutensilien [640x480] Abb.2 Schlaufen [640x480] Abb.3Auf Stoß gespleister Schusskopf [640x480] Abb.4 nach dem Durchziehen [640x480]

Die handelsüblichen Vorfachschlaufen aus Geflechtschlauch sind oft zu schwer oder es spritzt beim Aufnehmen Wasser heraus, das scheue Fische verscheucht.

Auch gelingt es meist nicht den Schlauch so zu befestigen, dass kein Zwischenraum am Übergang von Vorfach und Schnur entsteht, der oft störend wirkt. Eine elegante Lösung ist hier, die Dacronseele, die sich im Inneren der Flugleine befindet, als Schlaufe aus zu  formen.                                                                                                                                                  Hierzu geht man folgendermaßen vor:

Benötigt wird ein kleines Fläschchen Verdünnung, eine Nadel mit Griff oder Halter, die man als Spleißnadel benutzt. Den dünnsten Draht einer E.- Gitarren-Saite und eine Flachzange. Das Ende der Flugschnur, auf einer Länge von ca. fünf Zentimeter, ca. fünf Minuten lang in der Verdünnung einweichen. Den Außenmantel der Flugschnur, auf dieser Länge entfernen, so dass die Dacronseele frei liegt. Diese wird nun mit der Spleißnadel vom Ende her aufgedröselt, d.h. Die einzelnen verflochtenen Fasern werden, auf einer Länge von einem Zentimeter, so lange auseinander gezogen bis sie pinselförmig auseinander stehen, in zwei Büschel geteilt, von denen man Eines, an der Basis weg schneidet. Die so um die Hälfte ihrer Dicke reduzierte Leinenspitze lässt sich nun leichter in das Innere der Flugschnur ziehen. Hierzu wird ein 10 cm. langes Stück von der Gitarrensaite abgeschnitten, in der Mitte geknickt und mit der Flachzange zusammengedrückt. In den Mantel der Flugschnur wird nun mit der Spleißnadel, ca. 1cm. oberhalb des Dacronaustrittes, ein Loch gebohrt B.z.W. die Nadel wird ein Stück weit in das Innere der Dacronseele, welche ja hohl ist, geschoben. In den so vorbereiteten Kanal wird nun, direkt nach dem Herausziehen der Nadel, die Drahtschlinge geschoben, so dass sie am Ende des Schnurmantels, seitlich aus der Dacronseele austritt. Das um die Hälfte verjüngte Dacronende wird angefeuchtet und in die Drahtschlinge eingehängt, nach dem man Sie mit der Spleißnadel etwas auseinander drückte. Jetzt kann man dieses Ende mit der Drahtschlinge in das Innere der Flugschnur ziehen. Meist schaut nur der Verjüngte Teil der Seele, seitlich aus der Flugschnur heraus, weil er sich beim Austritt aus dem Leinenmantel, aus der Schlinge zieht. Hier erfasst man Diesen mit der Flachzange und zieht Ihn vorsichtig, so weit heraus, dass eine kleine Schlaufe entsteht in die man dann jedes beliebige Vorfach einschlaufen kann. Damit sich Diese beim Durchziehen der Dacronseele nicht in das Schnurinnere zieht, empfiehlt es sich, dies durch Einstecken eines Stiftes oder des Spleißnadelgriffes, in die entstehende Schlaufe, zu verhindern.Nun hält man die Schnur fest und zieht an Stift oder Spleißnadelgriff die Schlaufe straff. Da die Dacronseele hohl geflochten ist, zieht sie sich jetzt zusammen und hält die Schlaufe, nach dem Prinzip des chinesischen Ringes, bombenfest und man kann jetzt das austretenden Ende Dacronseele dicht am Schnurmantel abschneiden.

Tip: Bei sehr dünnen Fliegenschnüren ist es schwierig die Spleißnadel in Schnurmantel und Dacronseele ein zu führen. Hier führt man die Drahtschlinge von der Dacronseite, ca. 1 cm in die Schnur ein und dann aus dem Schnurmantel heraus, in den man ein Loch gestochen hat. Jetzt kann man eine zweite Drahtschlinge einhängen und nach vorne heraus einziehen, mit der man nun die Dacronseele, wie beschrieben, ein zieht.

Nach dem gleichen Prinzip kann man auch zwei Flugschnurstücke Übergangslos, auf Stoß, miteinander verbinden. Hier wird die Dacronseele nicht in sich selbst zurück gezogen, sondern jeweils in der anderen Leine.

Eine weitere Methode einen Loop an Leinen – Spitze und – Ende zu bekommen, ist das Verschweißen ( Demo You Tube ) des Schnurmantels mit sich selbst. Hierzu schiebt man einen dünnen Schrumpfschlauch, vorzugsweise durchsichtig, über die Leine und legt einen Loop, dessen Ende man wieder in den Schrupfschlauch zurück steckt. Mit einem Industrieföhn wird nun der Schnurmantel vorsichtig erwärmt bis er zu verschmelzen beginnt. Der Schrumpfschlauch wird nach Erkalten der Leine entfernt

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Barschfopper


Barschfopper!

Nein es muss nicht Barschpopper heißen und es ist auch kein Tippfehler.                                  Der Gedanke, der dahinter steht, ist folgender:                                                               Barsche sind ziemlich futterneidische Gesellen. So gilt es sich diesen Futterneid zu nutze zu machen. Meist wird  Dies durch die Verwendung von zwei Fliegen am Vorfach erreicht. Wenn aber zwei Fliegen nicht erlaubt sind, oder man nicht sicher ist ob sie erlaubt sind, musste man darauf verzichten. Man könnte also die Barsche nicht mit einer zweiten Fliege am Vorfach  „ foppen „  d.h. ihren Futterneid provozieren. Aber genau Dies möchte ich mit diesem Muster tun, ohne gegen eventuelle Vorschriften zu verstoßen. Das Muster soll also ein fressendes Fischlein imitieren. Dies soll mit dem Fliegenkörper auf dem vorderen Drittel des Hakens erreicht werden. Ob dies gelingt müssen Praxisversuche zeigen.

Entsprechendes Feedback würde mich
freuen.

Bindematerial:

Haken: Sänger 8736 004

Bindegarn:
Overlocknähgarn rot ( dünn und reißfest )

Vorderkörper:
Pfauengras; Grizlyhechel; Dupping Polyfaser weiß

Messingaugen:
Groovy Twin Eyes, oder Groovy Se Eyes, oder Diabolo Luftgewehrkugeln

Hinterkörper: Verpackungsfolienstreifen oder breites Tinsel Gold

Schwinge: Polyfaser weiß, darüber Steife Kunsthaare                                                   ( UV reflektierende Kunsthaarperücke ) Grizlyhechelfeder links und rechts.

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Bindeanleitung:

Grundwicklung auflegen und die Augen am tiefsten Punkt des Hakens einbinden. 7-10 Pfauengrasfiebern und eine Grizzlyhechel einbinden, Fiebern und Hechel mit dem Bindefaden verdrallen und den Körper einer Pupa wickeln und mit dem Kopfknoten abschließen.

image image

Vor den Augen sollte soviel Platz bleiben, dass man die Schwinge aus Kunsthaar und  einen kleinen Bunch aus weißen Polyfasern einbinden kann.Den Verpackungsfolienstreifen hinter den  Augen festlegen, zum Hakenbogen und zurück, unter Zug einbinden( Halsbindeweise) Die  Polyfaserschwinge und darüber die Kunsthaarschwinge, vor den Augen, einbinden und zusammen mit dem Bindefaden zurücklegen, mit Dem die Schwingen niedergebunden werden. Rechts und Links eine Grizzlyhechel als Wange einbinden und die Fliege hinter den Augen mit dem Kopfknoten abschließen.

Barschfopper4

So in etwas ist die „ Schwimmlage “ der Fliege, das heißt Sie schwimmt Upside Down,
kann also direkt am Grund gefischt werden, ohne ständig hängen zu bleiben.

Die untere Fliege ist mit Langhaarplüsch gebunden, wodurch sie noch mehr Volumen bekommt.                                                                                                                                      Gewicht: ca. 2 Gramm

Länge: Vorderkörper (der die Beute ca. 2 cm); Hinterkörper (fressender Fisch )ca. 6 cm. imitiert.

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Bachrute


Fliegenruten Test

Fliegenrute
für den Bach

Berkley Cherrywood Graphite CWF 7645

Vor einigen Wochen kam ich auf einer Ausstellung an eine Rute von Berkley.

Die Cherrywood CWF 7645

Sie ist auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man noch nie eine kirschrote Fliegenrute gesehen hat. Ich dachte bei mir, “ meinen Mädels “ wird die Farbe sicher gefallen. Die Rute ist 228,5 cm lang und wiegt 98 Gramm. Sie hat 5 Schlangenringe, die ebenso wie Spitzenring und Leitring, der zusätzlich ausgekleidet ist, Sie bestehen aus Hardcrome SS304 . Die sauber gewickelten Bindungen sind mit Epoxi lackiert. Die Rute hat eine progressive Aktion, ist aber sehr spritzig. Das heißt, die Aktion beginnt in der Spitze und setzt sich bei Belastung bis ins Handteil fort .Der HPS–16K unststoffrollenhalter mit Edelstahl –Schraubringen ist Uplocking montiert.Die Rolle wird also zum Handteil hin befestigt. Der Naturkorkgriff ist als „ Halfwells „ausgebildet und mit 18 cm ausreichend lang. Ein Zigarrengriff wäre für eine kleine Rute besser gewesen, aber man kann sich den Griff ja passend schleifen. Beim Werfen am Bach erreicht man leicht 15 bis 20 Meter mit der Trockenfliege ebenso wie mit einer Nymphe, bis zu 0,6 Gramm beschwert. Rollwürfe bis zu 20 Meter sind leicht auszuführen. Alles in Allem eine hervorragende Bachrute für kleines Geld. Denn das Rütchen kostet gerade mal 35,- €

Die Aftma-Klasse ist mit 4/5 angegegeben.                                                                                     Die Überprüfung,  durch  nachmessen  ergab: 6,3Gramm. Laut Tabelle also gerade mal Schnurklasse 3.  Der Wurftest zeigte, dass sich auch eine 3er Leine mühelos werfen ließ und die Aktion der Rute voll ausnutzte. Meine Empfehlung wäre, eine DT 3 für zartes Trockenfischen,  oder eine WF 4 für größere Fliegen und kleine Nymphen. Eine WF 5 ließe sich zur Not auch noch werfen, aber warum sollte man die Rute so stark belasten oder sich plagen?                                                                                                                                                     Also eine durchaus empfehlenswerte Rute deren größere Schwester CWF8678 ebenfalls einen Blick wert ist, zumal die Cherrywood Feeder von Berkley,, den Blinkeraward 2008 als beste Friedfischrute,gewonnen hat und man sagen kann, dass Berkley etwas vom Rutenbau versteht.

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Welspopper für die Fliegenrute


Welspopper für die Fliegenrute!

 

Bindematerial:                                                                                                                    Popper – Kopf: Kunststoff – Weinflaschenkorken (Korkimitat )                           Haken: 4/0 ;  8cm lang                                                                                     Schwinge: Fyflash + Kunsthaar + Sattelhechel                                    Hilfsmittel: 2,5  cm Edelstahlschweißdraht 0,8mm ;  Schraube M3  etwas länger als                                   der Korken.                                                                                                        Bindegarn: Overlocknähgarn rot                                                                                            Vorbereiten des  Korkens: Die Schraube M3,auf der Vorderseite des Korkens, mittig ansetzen und etwas schräg in den Korken eindrücken, so dass sie am Ende des Korkens etwas versetzt heraus tritt. Die Schraube in die Bohrmaschine einspannen und laufen lassen, der Kork sollte jetzt etwas eiern. Mit einem Papiermesser den Kork am Ende so zuschneiden, dass ein konischer  Körper entsteht. Die Austrittseite der Schraube bildet dabei den Mittelpunkt. Jetzt die Bohrmaschine einschalten und den Korken schön schleifen, so dass er auf der einen Seite etwas erhöht ist. Nun wird die Schraube entfernt und der Korken ,Vorne, so, schräg abgeschnitten, dass der erhöhte Teil oben ist. Der Korken wird jetzt mit der Unterseite nach oben in den Schraubstock gespannt und mit den Papiermesser ein Längsschlitz eingekerbt, in welchen der Haken kommt. Man kann den Schlitz noch etwas mit einer Pucksäge vertiefen.                                                      Vorbereitung des Hakens: Den Edelstahldraht, U – förmig, winklig, abknicken, so dass eine Seite 5mm lang ist und die Andere 10mm. Dieser Draht wird ca.2cm vom Öhr, so auf den  Haken  Gebunden, dass die  Spitzen, welche dem Korken Halt geben, nach Oben zeigen. Jetzt kann man  diese Wicklung mit Epoxikleber einstreichen und den Korken aufdrücken.

Nach dem Lackieren des Korkens, wird ein Flyflashstrang gebildet, indem man den Flashfaden mehrfach über die gespreizten Finger wickelt, bis ein genügend starker Strang entstanden ist. Dieser wird am Hakenbogen eingebunden, darüber das Kusthaar und direkt am Korken ein Hechelfederkranz, den man mit dem Kopfknoten abschließt.

 

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Welspopper 1


Welspopper für die Fliegenrute!

 

Bindematerial:

Popper – Kopf: Kunststoff – Weinflaschenkorken ( Korkimitat)                                Popper – Stange: Edelstahlschweißdraht 0,8mm, ca. 15cm                                Schwinge: Fyflash + Kunsthaar + Sattelhechel                                                   Hilfsmittel: Doppelseitiges Klebeband; 1 Stück Kunststofffolie stabil, alternativ ein                                     Stück Pappe, das am Ende mit Tesastreifen abgeklebt wird, damit sich                                     das doppelseitige Klebeband abziehen und weiterverwenden lässt;                                                       Sprengring; Wirbel                                                                               Bindegarn: Overlocknähgarn rot reißfest                                                         Vorbereiten des  Korkens: Den Korken mittig mit dem Edelstahldraht  durchstechen. Mit einem Senker eine Vertiefung in die Stirnfläche des Korkens einsenken. Die Gegenseite des Korkens leicht konisch schmirgeln. Dann  entgegengesetzt konisch einschneiden, so dass eine Art Zapfen entsteht, auf dem das Körpermaterial befestigt wird. Den Edelstahldraht mit einer Öse versehen und durch den Korken stechen, auf gewünschte Länge kürzen und das andere Ende ebenfalls mit einer Öse versehen. In die hintere Öse mit dem Sprengring einen Wirbel einhängen, der später einen Drilling oder Einzelhaken aufnimmt.  Man könnte hier auch einfach einen Streamer einhängen und der Popper wäre dann einfach ein „ Vorschaltgerät „ zur Geräuscherzeugung.

Oder man bindet das Körpermaterial wie folgt, direkt  auf den Korken.

Vorbereiten des Körpermaterials: (  Flyflash ) Die Stabile Kunstofffolie    knicken und doppelt legen, so dass ein Quadrat von 6 X 13 cm entsteht und sich der Knick an der Längsseite befindet. Einen 0,5cm breiten und 6 cm langen Streifen doppelseitiges Klebeband zuschneiden und am oberen Ende der Folie aufkleben. Jetzt den Flyflash – Faden in engen Lagen auf das Folienquadrat aufwickeln, so dass er am Klebeband haftet. Mit einem Messer zwischen die Foliendeckel fahren und Die Flyflashlagen beim Klebebanddurchtrennen. So erhält man einen 26cm langen Vorhang, der durch das Klebeband gehalten wird. Dieses wickelt  man nun, nachdem man es von der Folie abgezogen hat, auf den Korkzapfen und sichert es zusätzlich mit Garnwindungen. Jetzt kann man nach Belieben dort weiteres Körpermaterial, wie Federn oder Haare einbinden. Dieses Teil wiegt dann gerade mal 6 Gramm. Es gibt sicher noch  einige Variationsmöglichkeiten, einem kreativen Binder sind kaum Grenzen gesetzt.

 

 

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Frühjahrsfliege


Saisoneröffnungsfliege Pfannenfüller

Für hohes und schnelles Frühjahrswasser
Der Pfannenfüller von Michael Werner
modifiziert für den hohen Wasserstand.

Bindematerial:
Haken: Gr. 10;  2X lang
Bindegarn: beliebig
Körper: Goldfolie; ( schneide  ich aus Wurstverpackung in Streifen ) darüber eine                                 orange  Hechel palmerartig gewunden.
Schwänzchen: Goldfasan Tippetfeder ( üppig,( Schenkel lang, nicht länger sonst                                               Fehlbisse )
Rippung: dünner Draht ( Kupfer oder Silber )
Beschwerung: Messingperle oder Wickelblei im Kopfbereich

Bindeweise:

Messingperle aufschieben > Grundwicklung aufbringen > Rippungsdraht  einbinden > Tippetschwänzchen einbinden > Bindegarn zum Öhr führen > Goldfolienstreifen  beim      Öhr einbinden  > wickeln bis zum  Schwänzchen und wieder zurück dann abbinden. (Halsbindeweise) > orange Hechel beim Öhr einbinden und  spiralig ( palmerartig,
beim Öhr etwas dichter, restlicher Körper aber nicht ganz so dicht ) über den ganzen Körper nach hinten winden, mit dem Rippungsdraht abfangen und mit zwei Windungen sichern > Rippungsdraht durch die Hechel zum Öhr winden und mit Kopfwicklung abschließen..

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Wurffehler


Wenn man die Grundzüge des Fliegenwurfes gelernt hat,bleibt es nicht aus dass sich Wurffehler einschleichen. Bei einem Wurfkurs mit einem erfahrenen Instruktor, sieht Dieser sofort wenn der
>> Schüler << Wurffehler macht und korrigiert sie schon während des Lehrganges. Der Autodidakt ist auf sich alleine gestellt und nimmt die Wurffehler meist nicht wahr. Er sieht nur dass er das angestrebte
Ergebnis nicht erzielt, ohne aber den Grund dafür zu erkennen. Ideal wäre, wenn sich der Anfänger bei seinen Übungen filmen würde. Wenn er sich dann den Wurfablauf auf dem Video anschaut, erkennt er vielleicht was er falsch macht.
Ich filme meine Schüler bei den Wurfkursen und es ist Jedesmal interessant die Reaktion der Schüler beim Betrachten ihrer Wurfkünste zu beobachten. Die Meisten erkennen sofort was sie falsch machen, nur beim Werfen selbst fällt es ihnen nicht auf, da sie sich ja dann nicht selbst beobachten können.
Einige der gravierendsten Fehler sind:

1.  konvexer Wurf: Die Rute vollführt eine Scheibenwischerbewegung.
Ergebnis: große oder gar keine Schlaufe.
2. konkaver Wurf: Die Rute wird während des Vor – oder Rück – Schwunges nicht                                                 parallel geführt sonder herunter genommen.
Ergebnis: das Vorfach unterläuft die Fliegenschnur, es bilden sich Knoten oder                                         Schnursalat.
3.  konvex-konkaver Wurf: eine Kombination aus 1. und 2.
Ergebnis: Wellen in der Schnur, Knoten, Schnursalat
4. der Schnursack: Die Schnurhand wird beim Werfen nicht mit der Rute mitgeführt.
Ergebnis: beim Rückschwung wird die Leine beschleunigt, was eigentlich gut ist, aber                           beim Vorschwung bildet sich zwischen Leitring und Schnurhand ein  “ Sack “                           die Schnur zieht Diesen durch die Ringe, die Rute entspannt sich und der Wurf                       bricht zusammen.
5. falsches Timing: die Rute wird währen der Vor – und Rück – Bewegung im falschen                                             Takt geführt.
Ergebnis:      Es kommt kein regulärer Wurfablauf zu Stande. Meist setzt der Schüler den                          Vorwurf zu früh an, weil er befürchtet dass die Leine  Hinten herunter fällt.                            Durch schnelleres Werfen versucht er das Zusammenbrechen der Leine zu                            kompensieren und erreicht genau das Gegenteil.

6. Kollision: Die Leine wird auf der selben Bahn vor und zurück geführt.
Ergebnis: Schnursalat. Die Wurfbahn sollte in einer Ellipse erfolgen.  Vorwurf dichter                             beim Körper, Rückwurf etwas weiter vom Körper weg.
7. die Rute wird beim Ablegen zu weit nach unten, in Richtung 9 Uhr geführt.
8. der Vorwurf ist zu kraftlos oder zu kraftvoll.
9. die Leine wird zu spät oder zu früh losgelassen.
10. das Vorfach ist nicht richtig getapert oder hat gar keine Verjüngung.
11. die Fliege ist zu voluminös.
Ergebnis 7 – 11: das Vorfach streckt sich nicht richtig.
12. es wird mit zu viel Kraft geworfen.
Ergebnis: der Werfer arbeitet, nicht die Rute. Muskelschmerzen und Blasen wenn die                            Rute zu fest gehalten wird.

Abb.1   Konvexer Wurf = Scheibenwicherbewegung = Weite Schlaufe = Schnur wird                                                           Hinten und Vorne nach Unten gezogen.

Abb.2  Konkaver Wurf = Rutenspitze wird in der Mitte des Wurfes heruntergezogen                                                     = Vorfach unterläuft die Leine.

Abb. 3  Konvexkonkaver Wurf = Wellenbewegung in der Schnur.

Abb. 4   Korrekter Wurf = Rutenspitze wird auf einer geraden Linie vor und zurück                                                             geführt= enge Schlaufe/ gerade Schnur.

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Bindestock!


Bindestock zum Fliegenbinden ( Eigenbau )

Einen  Bindestock kann man sich mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst bauen.
Der Kopf besteht aus zwei Flacheisen 10×10 oder 10x12mm und ist 100mm lang. Von der Spitze des einen Flacheisens 30mm entfernt befindet sich ein 8mm Gewindeloch im Gegenstück ein 8mm Loch durch das eine kurze 8er Schraube, die beide Flacheisen zusammen hält und mit der die Hakenstärke eingestellt werden kann. Vom anderen Ende dieses Flacheisens 10mm entfernt befindet sich ein 6mm Gewindeloch, in das die 6mm Spannschraube kommt, die etwas angespitzt ist und im Gegenstück in eine kleine Vertiefung drückt. In diesem Gegenstück befindet sich von Hinten ein Gewindeloch in das der Schwanenhals geschraubt wird mit dem man den Bindestock auf einer Grundplatte montiert oder eine Schraubzwinge für Tischklemmung befestigt wird. Am Ende des Bindestockes befindet sich eine Spiralfeder um die beiden Backen, so dass beim Einstellen, Diese vorne öffnen. Wenn man die Backen
zusammengeschraubt hat kann man sie Vorne spitz zuschleifen und es ist sinnvoll die so entstandenen Spitzen etwas zu härten, dann halten sie länger. Dazu genügt es die jede einzelne Spitze mit einer einfachen Gaslötlampe zu erhitzen bis sie anfängt “ rot “ zu werden. Nun taucht man Sie in ein Gefäß mit Öl, wo sie erkaltet und eine ausreichende Härte erlangt. Die Gebrauchsspuren zeigen dass ich meinen Bindestock schon sehr lange nutze. Wer den Stock zum drehen ( Rotation ) haben möchte, muss sich in einem Laden für Lampen  –  und  Zubehör eine Drehgelenk, wie man es bei Wandlampen benutzt, besorgen und hinten an einem der Flacheisen, wie im Foto zu sehen, montieren. Dadurch wird der Kopf um 180 Grad drehbar und um 90 Grad abknickbar.

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Schusskorb !


Fliegenfischen mit dem Schusskorb! 

Zum fischen mit dem Schusskopf ist die Benutzung eines brauchbaren Schusskorbes unabdingbar. Leider sind im Handel angebotene Schusskörbe oftmals zu klein dimensioniert. Dadurch entsteht oft das Problem, dass sich die Runningleine verheddert. Erste Maßnahme Dies zu verhinder ist: Das Vorfach irgendwo fest zu legen und die
Runningleine soweit ab zu spulen wie man werfen möchte. Jetzt wird die gesamte Leine gedehnt indem man sie straff, wirklich straff, zieht und einige Sekunden so hält. Dadurch wird eventuelle Memory entfernt und die Schnur kringelt nicht so stark, wenn man sie im  Schusskorb ablegt. Vor Jahren, als man noch nicht an jeder Ecke einen Schusskorb kaufen konnte habe ich mir selbst Einen aus einer Kunststoff – Kiste, die ich halbierte und am oberen Rand mittels Alublechstreifen und Poppnieten verstärkte, gebaut. Im Innern setzte ich drei Sektkorken, die das Verheddern der Schnur verhindern sollen. Am oberen Rand befestigte ich zwei Gürtelschlaufen aus dem gleichen Alumatrial. Dieser Schusskorb   ( Wanne ) war so ideal, dass ich ihn heute noch für die Meeresangelei benutze. Er hat den Vorteil, das er, wenn man tiefer einwatet, schwimmt. Der Schusskorb, den ich vor einiger Zeit beim Internetangelshop von Angeldomäne erwarb, ist faltbar und somit für den
Transport ans Wasser und die Uferfischerei besser geeignet. Er ist groß genug und trägt sich sehr bequem. Ich musste ihn nur mit vier umklappbaren Stützen verbessern, die den Korb in Position halten,da er dazu neigt in sich zusammen zu fallen. Vier Kunststoffstäbe habe ich mit kleinen Sprengringen an einem Ende versehen, die ich am oberen Rande des Schusskorbes festnähen konnte und über die Stäbchen  ein Messingröhrchen, welches die Länge der Bordhöhe hat,gezogen und die Stäbe so umgeknickt und gekürzt, dass am anderen Ende die Kuststoffstäbe noch              ca. 5-10cm in einem 90 Gradwinkel herausragen. Ist der Korb aufgeklappt brauche ich nur die Stäbchen aufzustellen und Er bleibt währen des Fischens stabil.


Schnurstrecker aus einem Stück Fahradschlauch.

Da die Schussköpfe oft samt Vorfach in einer Tasche aufbewahrt werden, neigen die Vorfächer ebenfalls zu Memory, das man mit einem Vorfachstrecker entfernen kann. Diesen stellt man aus einem Stück alten Fahradschlauch her, das man an der Knickstelle des Schlauches so zuschneidet, dass sich eine Form ergibt, die sich in einem D – Ring selbst hält. Zwischen den beiden so entstandenen Gummilippen zieht man das Vorfach                   “ vorsichtig “ durch, bis die Wärmeentwicklung es gerade streckt. Besondere Vorsicht ist hier bei Fluorcarbon – Vorfächer geboten, da Diese sehr wärmempfindlich sind!

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