Warum mit der Fliege Fischen


Warum mit der Fliege fischen?

Es gibt sicher viele Gründe warum Angler mit der Fliege fischen. Zu Beginn meiner Fliegenfischerlaufbahn war für mich der Drill über die Flugschnur das ausschlaggebende Moment. DiesesGefühl den Fisch direkt in der Hand zu halten erinnerte mich an meine Lausbubenzeit, als es üblich und statthaft war, dass die Dorfjugend die umliegenden Kleingewässer mit der Hand befischte. Mit den Jahren kamen Erfahrung, Wissen und Erkenntnis. Heute ist die waidgerechte und schonende Art des Fliegenfischens, der Grund dafür dass ich mit der Fliege fische.   Unsere heimischen Bäche sind Urgesteinsgewässer und nicht so nahrungsreich wie ein Kreidefluss. Die Bachforellen nehmen Naturköder und speziell den Wurm, derart gierig und schlucken ihn so tief, dass der Magen – und Darm -Trakt verletzt wird. Ein Angler sollte also folgende Tatsache bedenken. In einem intakten Gewässer kommen auf eine maßige Bachforelle 10 Untermaßige. Das würde bedeuten,dass ich, um 3 maßige Fische zu landen, im ungünstigsten Falle, 30 Forellen fangen müsste.Zurückgesetzte Forellen, die mit Naturköder gehakt wurden, verenden zu 98%, wie eine wissenschaftliche Studie belegt. Wo hingegen bei, mit der Fliege gehakte Fische,nur zu 0,3 % verendeten. Dass eine Fischerei, auf Salmoniden, mit Naturködern, nicht waidgerecht ist, leuchtet sogar einem Nichtangler ein. Denn was wäre die Konsequenz?            Nehmt also die 30 verendeten Fische und multipliziert sie mit der Mitgliederzahl eures Vereins. Das war dann nur ein Angeltag. Um den wirtschaftlichen Verlust des Vereins für das ganze Jahr zu berechnen, muss man kein mathematisches Geniesein und dass das nicht bezahlbar ist begreift selbst Jemand, der sich nicht mit der Materie befasst. Genau aus diesem Grund wird in den meisten Vereinsgewässern mit fangfertigen Fischen besetzt

Warum also nicht?

Die Bachforelle wird, im Brutstadium und im ersten Jahr, durch ihr Aufzuchtgewässer
geprägt, das bedeutet, sie ist an dieses Gewässer angepasst. Fangfertige Fische
können sich nicht mehr an ihr Besatzgewässer anpassen. Weitaus problematischer
ist aber das ausgeprägte  Revierverhalten der Bachforelle.  Sehen wir einmal davon ab dass Besatzforellen als Handelware gelten und zur Gewinnoptimierung weitgehend mit Meerforellengenen durchsetzt sind, die ein schnelleres Wachstum garantieren, verteidigen Kleinere, ansässige Forellen ihr Revier so vehement gegen die Neuankömmlinge, dass diese nicht zum fressen kommen und an dem Stress verenden. Wenn die Angler den „ Neubesatz „ nicht im Affenzahn wieder heraus fischen würden, könnten sie ihr Geld auch direkt in den Bach werfen, das wäre weniger mühevoll. Der grausame Nachteil der ganzen Geschichte ist aber, dass die endemische, Regionalrasse, durch diese Besatzpolitik und das Befischen mit Naturködern, vernichtet wird und dem Genpool der Art für immer verloren geht.Was bleibt ist ein fischereibiologisch totes, Put and Take – Gewässer, heißt auf Deutsch Besatzfisch rein, Mokasintelegraf an, viele Angelfreunde kommen, Besatzfisch raus und in die Truhe. Nur ein toter Indianer ( Fisch ) ist ein guter Indianer!( Fisch). Entschuldigung, war das jetzt rassistisch, ich liebe Indianer, nur keine Beutelfischer. Was nicht heißen soll, das man überhaupt keine Fische entnehmen darf. Hier entscheidet das richtige Management, welches von den Verantwortlichen zu erstellen ist, welche Fische entnommen und welche geschont werden müssen.

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Trockenfliegenvorfach Vorfachformel


Vorfachformel Trockenfischen!

Seit geraumer Zeit gibt es die unterschiedlichsten Vorfächer im Ge­rätehandel zu kaufen. Bekanntestes ist wohl das Knotenlos verjüngte, gezogene einfache Monofil. Dieses hat sich zum Nass- und Nymphen – fischen optimal be­währt.  Da es keine Knoten hat, macht es bei Zug keine Bugwelle. Diese Vorfächer sind ca. 2,5 – 2,7 Meter lang, als “ Lachsvorfach “ entsprechend  länger. Muss man tiefer Fischen so knüpft man ein entsprechendes Stück Schnur an, welches gleich stark oder maximal 0,05 cm dünner ist als die Spitze des Originalvorfaches. Größere Differenzen sind  nicht zu empfehlen, da sonst das starke Monofil das Schwächere abquetscht. Benötigt man sehr lange Vorfächer, müssen diese neu geknüpft werden, da man die Länge nicht durch ein beliebig langes Stüch  Monofil verlängern kann, weil das Vorfach dann nicht mehr optimal abrollt und verknotet.  Ist man trotzdem einmal gezwungen Schnüre, die mehr als 0,05 cm  voneinander abweichen zu verbinden, so ist die dünne Schnur doppelt zu legen.  Als Knoten kann nur der doppelte Grinner – Knoten in Frage kommen,  da er dieTragkraft des Blood Knoten um das “ 9 fache “ übersteigt. Er hat zudem den Vorteil dass die Schnurenden parallel liegen und nicht wie beim Blood – Knoten wie Pickel ab­stehen.  Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache dass man den Grinner -knoten noch im Dunkeln, ja bei einiger Übung sogar mit geschlossenen Augen machen kann,  versuchen sie das einmal mit dem Blood – Knoten. Der Grinner – Knoten ist folgendermaßen zu binden:

Man legt die beiden Schnurenden großzügig parallel und hält sie zwi­schen Daumen und Zeigefinger fest.  Das kurze Ende wird nun in einem Bogen zurückgeführt  und ebenfalls zwischen  Daumen und Zeigefinger, so festgehalten dass ein Kreis entsteht und der Rest senkrecht nach oben heraus steht.  Diesen stecken wir nun dreimal durch den entstan­denen Ring durch und zwar so dass er das parallel liegende lange Schnurstück umschlingt und zieht straff.  Es entsteht ein Fassknoten, nun drehen wir unsere Schnur in der Hand und wiederholen den Vorgang mit dem anderen kurzen Schnurende.  Zum Schluss werden beide Knoten gegeneinander gezogen und festgezurrt.  Hierbei nehme ich das kurze Ende zwischen die Zähne und ziehe am langen Schnurende straff. Das Ganze mit der andern Seite und der Doppelgrinner ist fertig. Beim Nassfischen kommt es nicht so sehr auf ein genaues Taper an, da dort die Schnur von der Strömung oder durch Zug gestreckt wird. Hierfür genügt es wenn man das Vorfach in drei Schritten herunter tapered. Z.B.100 cm 0,35 er,60 cm 0,30 er,60 cm 0,25 er,70 cm 20 er. Die auf dem Markt befindlichen knotenlosverjüngten Geflechtschlauch-Vorfächer strecken sich bei Windstille optimal .Bei Gegenwind stehen sie Jedoch in der Luft wie ein Kuhschwanz bei der Stampede. Das schnell sinkende Vorfach aus diesem Programm ist zum Nassfischen bei hohem Wasserstand unverzichtbar und als Einziges zu gebrauchen. Gedrehte Vorfächer sind ebenfalls zu windfängig und genau wie geflochtene Vorfächer zu weich. Auch haben mehrfähdige Vorfächer den Nachteil, dass beim Aufnehmen Wasser heraus spritzt und bei Sonnenschein einen Regenbogen produzieren. Von den Spritzern auf der Oberfläche nicht zu reden. Ich bin also reumütig zu den Handgeknüpften zurückgekehrt. Im Buch“ Erlebtes Fliegenfischen “ unseres Altmeisters Charles Ritz macht er folgende Vorgaben.:

60 % Kraftübertragungsteil , 20 % Verjüngungsteil und 20 % Spitze
. Dies hat sich durchaus bewährt und kann in seinem Buch als Tabelle nachgelesen werden.

Doch es ist nichts so gut dass es nicht verbessert werden könnte. Im Zeitalter des Computers wird Dieser für alles Mög­liche herangezogen, so auch von dem Amerikaner Ronald C. Barnes. Er errechnete und testete folgende “ Vorfachformel “.

L = Lv * 53 * Dv2 : D2 : 100

Wobei L der zu berechnenden Segmentlänge, , Lv der vorhergehenden Segmentlänge ,53 eine empirisch gewonnene Konstante , Dv dem Vorigen und D dem folgenden Schnurdurchmesser,entspricht.Für das erste Segment werden 26,5 % der Gesamtlänge angenommen, also die Hälfte der Konstante 53. Um  Ihnen   Rechnerei zu vereinfachen habe ich die Werte 53 X Dv2: D2 für die Durchmesser 0,50mm bis 0,10mm zu dem Wert D’ zusammengefasst.  Es ergibt sich also die vereinfachte Formel.L= Lv X D’ geteilt durch 100 ür ein Vorfach von 2,80 m also wie folgt: 0,50mm = hier kommen 26,5 Prozent der Gesamtlänge zum Ansatz.

Also74,2 cm                                                                                                                                            >= 74 cm 0,50er L = Lv x D´ :100 = 74cm×65:100 = 48,1                                                         >=  48 cm 0,45er 48cm ×67:100 = 32,16                                                                                          > = 32 cm 0,40er 32cm×69:100 = 22,8                                                                                         >=  22 cm  0,35er 22cm×72:100 = 15,48                                                                                           > =  16 cm  0,30er 16cm×76:100 = 12,16                                                                                         > = 12 cm  0,25er 12cm×83:100 = 9,96                                                                                           >   =  10 cm 0,20er 10cm×84:100 = 8,40                                                                                        >   =    8 cm 0,15er                                                                                                                                      ——–                                                                                                                                                 = 222cm + 58cm 0,10er = 280cm

Das letzte Segmentstück wird auf die geforderte Gesamtlänge berechnet.                          Also 280 cm – 222 cm = 58cm  ergibt das Spitzenteil.                                                                   Sollte  sich ein Berechnungsfehler eingeschlichen haben, macht mich höflich darauf aufmerksam, damit ich ihn korrigiere, auf geklugescheißere, wird dankend verzichtet!

Wenn ich den Gedanken dahinter richtig verstanden habe, soll sich durch die Berechnung, ein den Gesetzen der Dynamik entsprechendes Taper ergeben.

Wer diesen Aufwand nicht betreiben möchte, ist sicher mit  der Vorgabe des Altmeisters Ritz ausreichend bedient. Oder ihr verwendet meine Exeltabelle:

Zum Eingeben und berechnen unterschiedlicher Vorfachlängen muss man die Exeltabelle herunterladen, da sie sich möglicherweise nicht im Browser bearbeiten lässt.

 

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Naßfliegenvorfach


Vorfachtabelle

Nymphen
und Nassfischen !

Beim
Nymphenfischen habe ich sehr oft festgestellt, dass viele Fische beim
Aufsteigen zur Nymphe, ebenso wie zu Naßfliege und Streamer, immer dann
abdrehten, wenn sich zwischen Fliege und Wasseroberfläche weniger als 30 cm
Wasser befanden. Ein Freund von mir wollte dies nicht glauben und so schlug ich
ihm ein Experiment vor.

Wir
fischten, im zeitigen Frühjahr, an der Eder bei Berleburg. Wasserstand hoch und
schnell aber klar.  Am ersten Tag fischte
er mit einem Trockenvorfach. Ich fischte mit einem langsam sinkenden Vorfach.
Als Fliege benutzten wir beiden einen Gray Gohst Größe 8, Widerhaken
angedrückt.

Er
fing nur eine kleine Bachforelle, ich hingegen konnte fünf Äschen von 43 bis 45
cm fangen. Wir fischten dicht beieinander, praktisch im gleichen Gumpen.

Am
nächsten Tag tauschten wir das Gerät, er fischte nun mit dem langsam sinkenden
Vorfach, ich mit dem Trockenvorfach. Mein Freund konnte vier Äschen in der
Größe von 43 und 44 cm fangen, ich blieb an diesem Tage Schneider.

Es
scheint daher angeraten, das Vorfach, je nach Strömung, so zu wählen, dass noch
mindesten 30 cm Wasser über der Fliege ist, besser mehr.

Seit
geraumer Zeit gibt es
Fluorocarbonschnüre,
die eine langsame Sinkrate haben. Ich verwende sie wie folgt.

 

 

Vorfachtabelle Gohst-Polifil Fluorocarbon

 

(sinkendes
Vorfachmaterial)gibt es auch von anderen Herstellern

Ist
angeblich fast unsichtbar im Wasser, langsam sinkendes Material

!
in den kleinen Stärken nicht so hohe Tragkraft !

 

Aeschenvorfach:

0,45  =       85
cm

0,40  =       55
cm

0,35  =       35
cm

0,30  =       30cm

0,25  =       70cm
angeschlauft

 

Meerforellenvorfach
:

 

0,45  =       120cm                oder  0,50 ( Damyl Spezi Line Wels )

0,40  =         80cm                         0,45  Ghost

0,35  =         70cm                         0,40          

0,30  =         55cm                         0,35    

0,25  =       100cm
angeschlauft    0,30   

 

Diese
Vorfächer werden zum Nassfischen verwendet.

 

Die Tragkraft der Schnur
unter 0,25 hat mich nicht befriedigt, weshalb ich bei den feinen Spitzen lieber
zu normalem Monofil, in der Ausführung Strong greife.

Fluorocarbon von anderen
Herstellern habe ich noch nicht probiert, die feinen Schnurstärken könnten
vielleicht eine höhere Tragkraft haben als die von Gohst. ( Platil ).  

© by Noby

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Fliegenschnüre


Fliegenschnur richtig wählen? Die unterschiedlichen Bezeichnungen der Fliegenschnüre kann „Einsteiger“ schon verwirren.

Welche ist denn nun die Richtige.

Die nachfolgende Tabelle kann bei der Wahl eine Entscheidungshilfe sein. Taper und Schnurklasse hängen davon ab welche Fische man beangelt. Ein weiteres Kriterium ist die Beschaffenheit des zu beangelnden Gewässers. Wasserstand und Fließgeschwindigkeit entscheiden darüber ob sie Schwimm – Intermediate – Sinktip – oder Sink- Schnur mit unterschiedlicher Sinkrate oder Schussköpfe verwenden.

Schussköpfe werden in der Regel “ zwei Schnurklassen “ über der AFTMA – KLASSE der Rute gewählt. Dies resultiert zum Einen daraus, dass die Schussleine wesentlich leichter ist als eine reguläre Flugschnur, zum Andern, werden  durch eine  leichte Überladung der Rute größere Weiten erzielt. Einige im Handel erhältliche Schussköpfe muss man auf die Aftmaklasse der Rute zuschneiden, eine Tabelle liegt meist bei. Stellt man sich aus DT oder WF Schnüren die Schussköpfe selbst her, werden sie nacht der AFTMA – Tabelle zugeschnitten und man spleißt die Schlaufen nach der Anleitung:

“ Fliegengenschnüre spleißen “ an die Enden der Leine                                                  Siehe auch “ Streamerfischen am Gewässergrund “ ( im gleichen Blog.)

Die Sinkrate wird auf der Schnurpackung angegeben. Ebenso das Taper so wie
die AFTMA – Klasse. Diese wählt man je nach Strömung und Wassertiefe. Die AFTMA
– Klasse ist auch auf der Rute angegeben. Je schneller und tiefer ein Gewässer ist umso höher muss die Sinkrate der Schnur sein. Es versteht sich von selbst, dass die Schurklasse mit der Rutenklasse übereinstimmt. Das heißt, man benötigt für unterschiedliche Verhältnisse die entsprechende Rute.Bei hohem und schnellem Wasser, meist im Frühjahr, benutze ich ein schnell sinkendes Vorfach. Am besten hat sich Jenes mit der Umantelung, wie bei den Flugschnüren bewährt. Es ist ca. 150 cm lang und in den Ausführungen, Fast –
Medium – und Low – Sink, erhältlich. Ich benutze nur das Fast- Sink, also schnell sinkende, schließlich will ich schnell nach Unten. Auch hier ist es wichtig, dass das Vorfach zu Schnur und Rute passt. Glauben sie Keinem, der behauptet man könne ein 9er schnell sinkendes Vorfach mit einer 6er Rute und Leine werfen. Ein Ziegelstein wirft sich dagegen leichter.

Es gilt die Maxime: So leicht wie möglich, So schwer wie nötig. Eine Trockenfliege ist ein zartes Gebilde und soll leicht auf dem Wasser aufsetzen. Schweres Gerät wäre da wohl nicht die erste Wahl. Hierfür gilt die Klasse 6 gemeinhin als Obergrenze. Eine 7er ist dann noch akzeptabel wenn ich zwischendurch auf Nymphe umsteigen, oder  größere Straemer  fischen muss, oder mich nur mit einer Rute am fernen Gewässer befinde. Die Schnurklassen unter 6 tun sich dagegen schwer, voluminöse oder schwere Köder zu werfen.

Aftmaklassen: 0 bis15

Taper:                                                                                                                                                                  WF = Keulenschnur

DT = doppelt verjüngt ( beidseitig verjüngt, drehbar wenn eine Seite
abgenutzt)

TT = Triangelschnur (dreieckförmig auslaufende lange Keule)

ST = Schußkopf meist 9m lang, dreieckförmig auslaufend

BBT = Barsch kurze dicke Keule für das Werfen von Poppern

SWT = Salzwassertaper für die Meeresangelei, Lange Keule

DTS = Salmon Taper, ist länger als eine normale DT, erlaubt weitere Leerwürfe

Bonefish = Transparente Schnur für scheue Fische in tropischen Gewässern

Die einzelnen Zuordnungen sind:

Niedrigwasser: WF/ 0 – 3; TT 3 – 4

Weissfische: TT/WF 2 – 5

Äsche/Bachsaibling: DT/WF/TT 3 – 6

Forelle im Bach: DT/WF/TT 3 – 6

Forelle im Fluss: DT-Steelhead 4 – 7

Forelle im See: WF – Steelhead ST/TT 5 – 8

Forelle im Meer: SWT/BBT/ST 6 – 10

Döbel/Barbe: WF/TT 5 – 7

Karpfen: WF/TT 5 – 7

Rapfen: WF/TT 6 – 8

Hecht/Zander: BBT/SWT/ST 8 – 11

Steelhaed: WF/TT/ST 9 – 10

Lachs Irland: DT/WF/TT/ST 6 – 10

Lachs Skandinavien: ST/ DT-Salmon Taper 9 – 12

Lachs Kanada/USA: WF/TT/ST 8 – 10

Bonefish/Permit: Bonefish 7 – 10

Baracuda Bonefish: Tarpon 8 -10

Tarpon: Tarpon 8 – 13

Sailfish: Billfish 13 – 15

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3.) AFTMAKLASSE


Wurfgewicht  einer Fliegenrute ermitteln!

nach
Ing. Ludwig Reim

 

ATMA – KlasseFestgelegt für die
ersten

9,14 Meter einer

DT Fliegenschnur

Grain  die amerikanischeGewichtseinheit  wie sie

Bei Schussköpfen
verwendet

wird

Gewicht von 15 mSchnur bezogen auf

AFTMA – Klasse

Bezugsgröße fürDreipunktmessung
Gewicht pro 9,14
Meter
Toleranz max Gramm / 15 Meter
min max grain min Gr. Toleranz
Klasse Gramm Gr. Gr. min max
1 3,9 3,5 4,3 60 54 66 6,4 5,8 7,1
2 5,2 4,8 5,6 80 74 86 8,6 7,9 9,2
3 6,5 6,1 6,9 100 94 106 10,7 10,1 11,4
4 7,7 7,4 8,2 120 114 126 12,7 12,2 13,5
5 9,1 8,7 9,5 140 134 146 15 14,4 15,7
6 10,4 9,9 10,9 160 152 158 17,2 16,3 18,0
7 12 11,5 12,5 185 177 193 19,8 18,8 20,8
8 13,6 13,1 14,1 210 202 218 22,4 21,6 23,6
9 15,6 14,9 15,8 240 230 250 26,1 24,4 27,7
10 18,1 17,5 18,9 280 270 290 29,9 28,9 31,2
11 21, 4 20,6 22,2 330 318 342 35,3 34,0 36,6
12 24,6 23,8 25,4 380 368 392 40,6 39,4 42,0
13 27,8 27,0 28,6 430 418 442 45,9 44,6 47,2
14 31,0 30,2 31,8 480 468 492 51,2 49,8 52,5
15 34,2 33,4 35 530 518 542 56,4 55,1 57,8

Schnurgewichtstabelle in Anlehnung an die AFTMA –
Klassifizierung

Die AFTMA Klassen beziehen sich auf die ersten 9,14 Meter einer
normale DT – Schnur, ohne das Front– Taper.

Betrachtet man die hierfür bereits geltenden Toleranzen,
wird schnell klar, dass bei anderen Formaten der Schnur, noch unterschiedlichere Werte zu erwarten sind.  Die von der AFTMA damals festgelegten Werte bei 9,14 Meter Länge,
diente lediglich der Normierung, der damals  unterschiedlichen Gewichtsangaben, der verschiedenen Rutenhersteller. Wenn also bei einer Schnur, egal welchen Tapers, die ersten 9,14 Meter( ohne Front – Taper ) dem Gewicht der AFTMA – Tabelle entsprechen, so befindet sich die Schnur, danach zwar in der Norm, aber der nachfolgende Belly, oder das Fehlen Dessen, ergeben ganz andere Gewichtsverhältnisse.

Da die mittlere Wurfdistanz beim Fischen, etwa 15 Meter beträgt, macht es Sinn, die ersten 15 Meter der Schnur zu wiegen und die Gewichtsklasse der Rute, ebenfalls auf 15
Meter zu berechnen.

Für Schussköpfe muss man allerdings deren Länge in Relation zur DT – Leine setzen.

Da aber die meisten Schussköpfe kein 15 Meter
lang sind, muss in der Tabell nachgesehen werden welcher AFTMA – Klasse
das benötigte Wurfgewicht entspricht.

Hier ist dann zu berücksichtigen, dass ein beträchtlicher Teil der DT- Leine fehlt und somit auch deren Gewicht.

Hat man nun eine 8er Rute so beträgt deren 15 Meter Wurfgewicht 21 Gramm. Das 9,14 Meter Wurfgewicht aber nur 13,6 Gramm. Also ist ein 10er Schusskopf  mit 21 Gramm genau richtig für eine 8er Rute, vorausgesetzt der Hersteller hat diese Überlegung nicht schon in seiener Schnur – Klassenangabe berüchsichtigt und der 8er Schusskopf wiegt tatsächlich 21 Gramm. Es ist also gut auf die Gewichtsangabe des Herstellers in Gramm zu achten, vorrausgesetzt sie wird angegeben.

Beim Schusskopf ist nur das Gewicht der vor dem Spitzenring befindlichen Leine relevant.

In den 90ern, hat Ing. Ludwig Reim die 15 Grad Speedmethode zur Aktionsmessung von Fliegenruten entwickelt.

Durch Beobachtung stellte er fest, dass die Wurfdistanz beim Fischen meist zwischen 12 – 18 Meter liegt und sich eine Fliegenrute, bei optimaler Rute- / Schnur – Abstimmung, um einen Winkel von 15 Grad durchbiegt. Dies ist der Dynamische Weg den die Rutenkrümmung bei einer Schnurlänge von 15 Metern beschreibt.

Nach den Gesetzen der statischen Berechnungen beträgt der statische Weg ein viertel des dynamischen Weges.

Nach dem Gesetz der Winkelberechnung ergibt sich somit  folgende Berechnungsformel.

Die Aktionslänge der Rute, da sie sich ab  Beginn des Griffes, nicht mehr Berechnungsrelevant bewegt, entspricht, der Gesamtlänge,  abzüglich Grifflänge

( inclusive Rollenhalter) = Aktionslänge A

 

A : 15 = statischer Weg = s =     3,75 Grad – Auslenkung

A : 3,75 = dynamischer Weg = M =   15 Grad Auslenkung

Eine Rute von 213cm Gesamtlänge abzüglich der Grifflänge von 30cm ergibt eine Aktionslänge von 183 cm

183cm : 15 = 12,2 cm

Es muss nun die Rutenspitze belastet werden, ( Plastiktütchen mit Euro -Cent Münzen oder Klemmblei )  bis sie um 12 cm aus der Waagerechte ausgelenkt wird.

Sind dazu 11,5 Gramm nötig, ergibt sich  das Leinengewicht für 15 Meter Schnur. Da die AFTMA – Klassen auf  9,14 Meter bezogen sind, muss man dies Ergebnis auf die AFTMA Klasse umrechnen.  ( Oder besser den Wert in der Tabelle ablesen )

11,5 Gramm : 15m X 9,14m = 7 Gramm

Also eine DT 3 an der oberen –  oder eine DT4 an der unteren – Grenze, da sich die AFTMA – Tabelle auf DT -Schnüre bezieht.

Wobei eine DT4 die Rute schon  überfordert.

Dieses Ergebnis erhielt ich für eine Rute von Withe River ( WR7053 ) die mit Schnurklasse 4-5 angegeben war.

Mit einer DT5 ebenso wie mit einer WF 4 arbeitete die Rute sehr schlecht, mit der DT3 warf sie sich ideal.

Und das ist nicht die Einzige meiner Ruten, bei der das angegebene Wurfgewicht nicht stimmt! Selbst bei Denen, die aus “ gutem Stall “ kommen stimmt mitunter das angegeben Wurfgewicht nicht.

Bei den vielen Schnüren mit Spezial – Tapern, die es heute gibt, befindet man sich sehr schnell auf Abwegen und vermutet dass die Rute nichts taugt, weil sie sich schlecht wirft. Dabei hat man nur das falsche Wurfgewicht auf der Rute. Es ist also besser sich nach einer Rutennummer  zu richten, die an die Aftmatabelle angelehnt ist, sich aber nur am Gewicht der 15 Meter Schnur, als Schussgewicht orientiert, so wie das Fliegenruten – Analyseprogramm  “ FLYRAN „.

Als Messvorrichtung eignet sich eine mit einer Büroklammer verse­henen Filmdose die im Spitzenring eingehängt, solange mit Klemm­bleien befüllt wird bis die nötige Auslenkung erreicht ist. Gewo­gen wird das Ganze dann mit einer Briefwaage. Man wird immer öfter feststellen, dass weder die AFTMA Angaben auf Ruten noch auf Flugschnüren, selbst renommierter Hersteller, das halten was sie versprechen.

Dies leuchtet zumindest bei den Fliegenschnüren ja ein, da dort die ersten 9,14 Meter einer DT – Leine, der AFTMA – Klasse entsprechen müssen und dies meist auch tun. Durch verschiedene Taper ändert sich aber das Gewicht der ersten 15 Meter der Leine. Daher ist es sinnvoll diese Leinenlänge ab zu messen und das Wurfgewicht der Rute, nach der 15 Grad Speed- Methode oder, mit FLYRAN zu berechnen, da FLAYRAN noch aussagekräftiger ist, weil es mehr    Mess – Werte liefert. Um die Power einer Fliegenrute zu bestimmen braucht man nur das Gewicht des dynamischen Weges  M, durch das Gewicht des statischen Weges  s zu teilen und erhält einen Aktionsfaktor. Je höher dieser ist, um so mehr Power hat die Rute.

Ein routinierter Werfer wird sofort
feststellen wenn Rute und Schnur nicht genau zusammen passen.

Bei den neuen Hochleistungsruten, welche„ drei „ Schnurklassen problemlos werfen ist eine Fehlangabe für einen Werfer der nicht über langjährige Erfahrung verfügt nicht ohne weiteres zu erkennen.

Eine noch genauere Analyse der Rute bringt das Rutenalyseprogramm  FLYRAN. Es berechnet, Progression ,Spannenergie, Geschwindigkeit ect.

Daher “ Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser „

Es ist doch nicht einleuchtend, dass Firmen, die angeblich tausende von Dollar in die Entwicklung von Rutenblanks stecken, nicht wissen sollten, wie man Kraft, Leistung und Geschwindigkeit einer Rute berechnet. Zumal dies nach den Gesetzen von von Statik und Dynamik bereits einem Gymnasiasten möglich ist. Ein böser Geist könnte vermuten, dass man die Fliegenfischer absichtlich unwissend hält und ihnen deshalb suggeriert, dass das Probewerfen eine genügend genaue Aussage über eine Rute gibt. Sie könnten ja, wenn sie wüssten wie man eine Rute vermisst, plötzlich feststellen, dass manch eine, weitaus preiswertere Rute, ja die gleiche Leistung bringt wie das teure “ Edelprodukt „.

© by Nobby.

 

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Herbst Fliege


Der Herbst ist die hohe Zeit der Äsche. Das Kraut ist zurückgegangen und die großen
Äschen können sich nicht mehr darunter verstecken. Auch ist das Nahrungsangebot
zurückgegangen, so dass sie nicht mehr so viel Auswahl haben. Im Sommer hat man
oft das Gefühl als lägen die Fische unter den Krautfahnen auf dem Rücken und
würden sich die Nymphen nur ins Maul treiben lassen.  Jetzt ist das Wasser kälter und                             wegen des reduzierten Nahrungsangebotes sind die Fische nicht mehr ganz so wählerisch.
Was sich, je kälter es wird, aber an Stellen des Gewässers, wo das Wasser
langsamer fließt, wieder ändern kann. Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass
durch die geringere Außentemperatur, der Schlüpfvorgang um einiges länger
dauert als in der wärmeren Jahreszeit, weshalb sich die Fische bei der
Nahrungsaufnahme Zeit lassen und die Fliege genauer betrachten können. Es
dauert einfach länger bis die Dun sich aus ihrer Nymphenhülle gelöst hat und
soweit getrocknet ist, dass sie von der Wasseroberfläche abfliegen kann. Dieses
Stadium lässt sich mit einem speziellen Fliegenmuster sehr gut imitieren,
wodurch die Fliege sehr erfolgreich ist. Man bindet als Schwänzchen, einen
Strang der  Entenbürzelfibern ein. Dieses
“ Schwänzchen“ sollte die Länge des Hakens haben, da es die Nymphenhülle
imitiert und nicht, wie üblich, den Schwanz, der bekanntlich Hakenschenkel lang
ist. Entenbürzelfiebern nehmen kein Wasser auf, wodurch die Fliege, in
schnelleren Abschnitten, länger schwimmfähig bleibt. Wählt man eine helle,                                                   ( gefärbte ) Entenbürzelfeder, sind auch kleine Fliegen noch gut sichtbar.Für
kleine Fliegen nehme ich als Körpermaterial, das Band aus einer Musik Casette.
Dieses lässt sich durch verstrecken genau auf die Breit bringen, die für kleine
Haken erforderlich ist. Mit heller Bindeseide gerippt, ergibt sich eine
Segmentierung, die noch auffälliger ist als Die eines Ouillkörpers und zudem um
einiges haltbarer.  

Bindeanleitung:

Haken:   Trockenhaken 12 – 16 dünndrahtig

Schwänzchen:  Bürzelfibern

Quill-Körper:
Fieberstrang einer Augenfeder vom Pfau, oder MC – Tape

Flügel:
Fiebern einer Flankenfeder des Stockentenerpels, als Bunchflügel ungeteilt  

Hechel:
Hahn blue Dun oder Badger

 Den Körper der Fliegen, Quill Gordon, Blue Quill, Black Quill und anderer
Quillfliegen stellt man aus einer langen Fieber der Pfauenaugenfeder, von der
man den Pflaum entfernt, her. Das Entfernen bewerkstelligte man in der Regel
mit einem Radiergummi. Besser ist folgende Methode:
 Flyfishers Album Abb. Pfauenfieber streifen

Man legt auf einem großen Haken den Bindefaden fest. Dann wird die Fieber aufgelegt und
mit zwei bis drei Windungen überwickelt. Den Bobbinhalter abhängen lassen und
die Fieber so lange in den Fadenschlingen hin und her ziehen bis sämtlicher
Pflaum entfernt ist. Sollte der Bobbinhalter zu leicht sein muss man den Faden
mit der Hand vorsichtig straff ziehen. Die Fieber ist sehr empfindlich, weshalb
man den fertigen Quillkörper in jedem Falle lackieren muss, sonst löst er sich
schon nach dem ersten Bachforellenbiss auf.

Das ist auch der Grund weshalb ich keine Quillkörper mag, obwohl sie sehr gut aussehen.                             Nach Aufbringen der Grundwicklung den Bürzelfieberstrang einbinden, so dass er hakenlang über
dessen  Bogen hinaus steht. Den Pfauenfederquill einbinden und den Bindefaden bis zur Hakenschenkelmitte führen und fixieren. Die Quillfieber dann als Körper bis zum Faden vorwinden, festlegen
und den Überstand wegschneiden. Einige Fiebern der Stockentenfedern vom Kiel
abreißen und gegebenenfalls egalisieren. Diese nun mit den Spitzen zum
Hakenbogen auf den Körper legen, einbinden, nach vorne aufstellen, so fixieren und
zuschneiden, dass ein Bunchflügel entsteht. Eine Hahnenhechel, welche zur Flügellänge
passt, an der Flügelbasis einbinden und vier Windungen hinter dem Flügel und
Zwei davor machen, festlegen und mit dem Kopfknoten die Fliege abschließen. Dadurch
dass der Flügel nur der Länge des Körpers entspricht und nicht wie üblich schenkellang ist,                     erreicht man dass die Fliege in ihren Proportionen, zwei Hakengrößen kleiner wird als der                  eigentliche Haken. Dies hat den Vorteil dass man beim Binden größere Haken verwenden kann.                     Will meinen, man bindet auf einen 12er Haken eine 16er Fliege. Das ist bei dieser Größe noch                      nicht so eminent wichtig, aber bindet mal auf einen 18 er Haken oder kleiner, dann werdet ihr
verstehen was gemeint ist. Im späten Herbst nehmen die Äschen oft nur Fliegen in den Größen                       20 bis 24. Der Vorteil Diese auf einen größeren Haken zu binden liegt auf der Hand.

 

Flyfishers Album Herbstfliege Abb.1

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Knoten für Fliegenfischer


1. Verbindungsknoten Vorfach – Fliege =                Clinchknoten
2. Verbindungsknoten Vorfach – Hauptschnur =      Stehende Schlaufe ( Schlaufe in Schlaufe )

3. Verbindungsknoten Hauptschnur – Backing =     Albrigtknoten oder ( Schlaufe in Schlaufe )

4. Verbindungsknoten für Monofile =                      Doppelter Grinnerknoten  

unter Google Suche : Angelknoten in der
Übersicht
 

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Werfen mit der Fliegenrute


 

Werfen mit der Fliegenrute

Schematische Darstellung des Wurfablaufes

Begonnen wird, indem man ca. 10 Meter Flugschnur, bei gesenkter Rutenspitze   durch die Ringe schüttelt. Die Rutenspitze wird nun mit steigender Dynamik, zügig nach hinten oben in die 13 Uhr Position geführt und nach dem Strecken der Schnur, durch vorschieben des Ellbogens, nach vorne unten, in die 9 Uhr Position bewegt. Der Ellbogen beschreibt dabei eine eliptische Bahn. Würde man den Ellbogen auf einer Geraden nach vorne schieben bestünde die Gefahr, dass die Rutenspitze die lineare Bahn verlässt, einen Bogen beschreibt, und die Schnur, nach vorne und hinten, herunter gezogen würde. Die Schnur folgt immer der Rutenspitze und fliegt dort hin, wo Sie im Moment eines Stopps, zeigt. Der Ellbogen wird, nach dem sich die Schnur nach vorne gestreckt hat, nach hinten oben und die Rutenspitze in die 13 Uhr Position bewegt. Nun beginnt der ganze Vorgang von Neuem und wird, unter durchschießen lassen der Schnur bei Punkt A und B , also jeweils in dem Moment wo sich die Schnur streckt, so lange wiederholt, bis die Schnur auf die nötige Wurfweite ausgespielt ist. Der ganze Wurfvorgang erfolgt in einer fließenden Bewegung. Der Arm bewegt sich dabei wie die Führungsstange am Rad einer Lokomotive. Der Wurf kommt aus der Schulter und keinesfalls aus dem Handgelenk.

Die Rutenspitze beschreibt in der horizontalen, immer eine Gerade und in der Vertikalen, immer eine eliptische Bahn. Durch die eliptische Bahn wird vermieden, dass die Leine bei Vor – und Rück – Wurf, kollidiert.

Der Gebetsroither Wurfstil

Wenn wir mit unserer Hand in die 9 Uhr Position zeigen, tun wir dies in der Regel mit dem Zeigefinger. Legen wir nun unsere Rute in die ausgestreckte Hand, so kommt der Zeigefinger oben auf dem Rutengriff zu liegen und der Daumen liegt, leicht darunter, links daneben. Dies entspricht einer natürlichen Haltung, wenn die Rutenspitze in die 9 Uhr Position zeigt. Nehmen wir nun die Rute aus der Hand, strecken den Daumen nach oben und legen die Rute wieder hinein, so dass der Griff am Daumen liegt, zeigt die Rutenspitze nach oben hinten. Um sie in die 9 Uhr Position zu bringen, müssten wir bei jedem Vorwurf, das Handgelenk abknicken und den Wurfarm extrem nach unten bewegen. Beim Rückwurf sieht es nicht anders aus. Liegt der Rutengriff am Zeigefinger zeigt die Rutenspitze in der 13 Uhr Position nach hinten oben. Liegt hingegen der Rutengriff am Daumen, so zeigt die Rutenspitze nach hinten unten. Um zu verhindern dass die Schnur hinten den Boden berührt, muss wieder das Handgelenk abgenickt werden. Dadurch verfällt man in ein Wedeln aus dem Handgelenk. Die Rute wird weder nach vorne gedrückt noch nach hinten gerissen. Der Wurfablauf ist ein Ziehen der Leine mit der Rute. Erst kurz vor erreichen des, vordern und hinteren Endpunktes, wird die  Dynamik etwas erhöht. Die Steigerung darf nicht in ein Drücken übergehen sondern bleibt ein Zug der jeweils vor den Umkehrpunkten, am Ende von Vor – und Ruck – Wurf leicht forciert wird. Der abrupte Stopp, wie bei älteren Wurfstilen entfällt. Der ganze Wurfablauf ist somit eine fließende Bewegung, die erst mit dem Vorwärtswurf, dem Schiessen lassen und Ablegen der Schnur, in der 9 Uhr Position endet. Die Schnurhand wird während des gesamten Wurfablaufes, immer mit der Rutenhand mit geführt. Zwischen Schnurhand und dem ersten Rutenring    ( Leitring ), darf sich niemals lose Schnur befinden sonst bildet sich ein Schnursack der die Spannung in der Rute zusammenbrechen lässt und es kommt kein ordentlicher Wurf zu Stande. Wenn man beginnt das Fliegenwerfen zu erlernen, empfiehlt es sich die Arbeitsebene in die Horizontale zu verlagern. Das heißt man wirft waagerecht vor dem Körper. Damit geht der Vorwurf, auf Höhe der Brustwarzen nach links und der Rückwurf, auf Höhe des Bauchnabels nach rechts. Hierbei wird der Ellbogen rechts neben dem Körper zurück genommen wodurch eine eliptische Bahn des Ellbogens entsteht, die Rutenspitze aber auf einer Geraden verläuft, so dass eine enge Schnurschlaufe entsteht. Je enger diese Schlaufe ist, desto besser durchschneidet sie die Luft so dass Weitwürfe besser gelingen. Das anfängliche Werfen vor dem Bauch, versetzt uns in die Lage den Wurfablauf zu kontrollieren. Wenn Dieser perfekt ist, verlagern wir die Arbeitsebene weiter nach oben bis in die Vertikale und üben den Überkopfwurf so lange bis der Wurfablauf perfekt gelingt. Die Leine fliegt beim Vorwurf über die Rutenspitze und beim Rückwurf unterhalb der Rutenspitze.

Oben drüber Unten durch

so lautet die Devise beim Gebetsroitherwurfstil.

Viel Glück bei deinen ersten Versuchen, wenn was nicht klappt, oder du dir
schon diverse Wurffehler angeeignet hast, frage einfach einen erfahrenen
Kollegen, oder eine PN an mich .“ Ich werde dir helfen “ !

Ausbilder:

Fliegenwerfen; Fliegenbinden; Rutenbau; Biologische Gewässeruntersuchung;
Forellenzucht!

E-Mail: flyfisher@live.de

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